Willkommen zum Zulehner-Blog

Seien Sie herzlich willkommen zur Diskussion von aktuellen Ereignissen aus Welt und Kirche, zu denen ich meine Position vermittle und zur Diskussion einlade.
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Scharfe Kritik an der Pfarrei-Instruktion durch einen erfahrenen Praktiker

von Jürgen Quante, Propst in Recklinghausen St. Peter
Freitag, 26.07.2020

„Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat die Instruktionen des Vatikans zur Organisation der Pfarreien scharf kritisiert. Er sagte: „Es befremdet mich sehr, dass ein solches Dokument ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Situation in den Ortskirchen veröffentlicht wird.“ Weiterlesen

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Die stille Erübrigung der Ordination

Weitere Nachdenklichkeiten zur Instruktion „Zur pastoralen Umkehr der Pfarren“

Eine aufmerksamen Analyse bedarf die Aussage, dass „Gottgeweihte“, Akolythen und Lektoren, aber auch „Laien“ predigen (freilich nicht in der Eucharistiefeier), taufen, beerdigen, trauen dürfen, wenn Sie der Bischof beauftragt. Das ist deshalb brisant, weil hier nicht ordinierten Personen eine Reihe jener Tätigkeiten übertragen werden, die in der Instruktion im pastoralen Normalfall als ordinationsbedürftig gelten. Weiterlesen

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Wer soll denn da umkehren?

Zur Instruktion der Kleruskongregation über die Pfarren und deren pastorale Umkehr

Es gibt helle Aufregung über die neue Instruktion der Kleruskongregation „Zur pastoralen Umkehr der Pfarreien“. Dabei ist zu beachten, dass Instruktionen auf der Skala der Gewichtigkeit kirchlicher Dokumente ziemlich weit unten stehen.

Eine wohlwollend-kritisch Lektüre lohnt sich allenthalben. Denn einige Aussagen verdienen durchaus Nach-Denken. Über andere sollte man den Mantel des befremdlichen Schweigens hüllen: zum Beispiel wie wenig ein Römisches Dokument die biblischen Quellen zitiert. Weiterlesen

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The mark of Cain

Date: 10‑07‑2020

Source: The Economist Lexington

A Christian pollster argues that a reckoning is due in America’s churches

Few things about Donald Trump’s rise are harder to explain than the fact that some of the most religious Americans were behind it. In 2016, 81% of white evangelicals voted for him. It seems no one was more astonished by this than those who knew him best. “He has no principles. None!” marvelled his sister Maryanne Trump Barry, according to a forthcoming family exposé by Mary L. Trump, the president’s niece.

The popular explanation for this strange nexus is that white Christians overlooked the president’s failings because of his willingness to fight their corner, by nominating conservative judges and opposing abortion. This always seemed about as persuasive as the comparisons between Mr Trump and the flawed biblical heroes it gave rise to (…Cyrus, David, you name it). Mr Trump’s Republican opponents would have nominated similar judges; no president can do much about abortion. Another explanation, argues a new book by Robert P. Jones, an authority on American religion and politics, and head of the Public Religion Research Institute, is that white Christians were especially receptive to Mr Trump’s race‑baiting. Mr Jones also offers a grim theory for why this was the case. Weiterlesen

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Wann endlich wird die Kirchenleitung in Europa den Ernst der Lage erkennen?

Eine Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz hat darüber beraten, wie die drastisch sinkende Zahl von Priesteramtskandidaten künftig an drei deutschen Universitätsorten ausgebildet werden soll. Das ist sowohl eine gruppendynamische wie eine ökonomische Frage. Wenn eine Ausbildungsgruppe zu klein wird, gehen Entwicklungschancen verloren. Zudem spitzt sich vorhersehbar mit der Wirtschaftskrise und dem Schwinden der Kirchensteuermittel die ökonomische Lage der Diözesen zu. Weiterlesen

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Fülle in der verordneten Leere.

Reflexionen über Ostererfahrungen während der Corona-Krise 2020

Der folgende Text stammt von zehn Ordensfrauen der Gruppe „Ordensfrauen für Menschenwürde“, die sich im Herbst 2018 in München gebildet hat.

Er reflektiert, wie die Herausforderungen der Corona-Pandemie von den Ordensfrauen kreativ aufgegriffen und bewältigt wurden. Die Erfahrungen betreffen besonders die Themenkreise Sakramentenverständnis, Eucharistieverständnis und Amtsverständnis, bzw. Priesterbild. Als Ordensfrauen, die in vielfältigen internen wie externen Beziehungen stehen, beleuchten wir unsere Gemeinschaftserfahrungen und reflektieren die Frage nach einer alltagstauglichen Begegnung mit Gott, anstelle einer rein ritualisierten Religionspraxis.

Die darin zum Ausdruck gebrachten Forderungen sind keineswegs neu und werden seit Jahrzehnten von vielen Menschen immer wieder in den theologischen wie den kirchenamtlichen Diskurs eingespeist. Allerdings sind sie nun durch Corona in einer neuen Weise erfahrungsgesättigt. Und wir sind überzeugt, dass viele Christen und Christinnen ähnliche Erfahrungen beisteuern könnten. Weiterlesen

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Vorsitzübergabe in dramatischer Zeit der katholischen Kirche

Dieser Tage endete die 22-jährige Amtsdauer von Kardinal Christoph Schönborn als Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz. Sein Nachfolger: der Salzburg Erzbischof Franz Lackner. Gastkommentar in: derSTANDARD vom 20.6.2020.

Als die Zeit von Kardinal Franz König zu Ende ging, endete eine Ära in der Kirche Österreichs. Dann kam, wie es Bischof Egon Kapellari spirituell formuliert hatte, der Karfreitag der Ortskirche. Rom intervenierte – gestützt auf einen Bericht vom damaligen Nuntius Mario Cagna über die desaströse Entwicklung unter Kardinal König – mit einer Serie von Bischofsernennungen: Hans Hermann Groër, Klaus Küng, Georg Eder, Kurt Krenn und Andreas Laun. Das Kirchenvolks-Begehren von 1995 signalisierte den breiten Unmut der Katholikinnen und Katholiken des Landes gegen diesen „neuen Kirchenkurs“.
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Junge Muslimas in Österreich: ein vorprogrammierter Konflikt

Der Aufstand junger muslimischer Frauen in der IGGÖ kommt nicht überraschend. Der Rücktritt von Fatma Akay-Türker im Obersten  Rat hat starke Gründe für sich. Dahinter steht die Tatsache, dass nach meiner jüngsten Religionsstudie[1], für die es auch ein repräsentatives Islam-Modul gibt, die migrationsbedingte Modernisierung vor allem islamischer Frauen schnell voranschreitet. Und das erheblich schneller als unter den islamischen Männern. Hier zwei Beispiele. Weiterlesen

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Zeitsensibel.

Laudatio des Hirtenwortes der Bischöfe Österreichs.

Es ist ein rechtes Wort zur rechten Zeit. Otto Friedrich hat es in der letzten Ausgabe von DIE FURCHE gewürdigt. Es ist zu wünschen, dass es viele lesen – Medienleute, politisch Verantwortliche, Leute aus den „systemrelevanten“ Bereichen der Gesellschaft, zu denen man nach der Lektüre gern auch die Religionsgemeinschaften zählen kann. Weiterlesen

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Black lives matter

Rede meines Freundes Mag. Damian Agbobge, Lehrer am Institut Français, am Tag der Menschenrechte in Wien.

Meine Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

das erschütternde Video von der letzten Woche in Amerika sagt uns: „Es reicht, es reicht meine Damen und Herren!“ Unser Bruder George Floyd wurde qualvoll getötet.

Wir hören dich unser Bruder Georg, wir hören dich flehen, wir hören dich wie du um dein Leben bittest, wir hören dich sagen – ich kann nicht atmen, bitte, bitte, ich kann nicht mehr atmen. Weiterlesen

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