Willkommen zum Zulehner-Blog

Seien Sie herzlich willkommen zur Diskussion von aktuellen Ereignissen aus Welt und Kirche, zu denen ich meine Position vermittle und zur Diskussion einlade.
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Fürchtet Euch nicht!

Eine pandemische Weihnachtspredigt 2021.

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Der Freudenbote.

Zum 85. Geburtstag von Papst Franziskus.

Er sollte ein Übergangspapst werden. Inzwischen wurde er zu einem Papst des Übergangs der Kirche in eine neue Ära, wie er selbst sagte. Sein Ziel: die Freude des Evangeliums der Welt zusingen. Paaren besingt er die Freude der Liebe. Theologen legt er die Freude der Wahrheit ans Herz. Mit dem Heiligen Franz aus Assisi besingt er mit Zärtlichkeit die Schönheit der Schöpfung. Freude will er vor allem den Menschen am Rand bringen. Das macht sein Lied der Freude politisch. Seine Botschaft der Freude verwebt er mit dem Ringen um ein Zusammenspiel von Ökonomie und Ökologie. Freude soll auch den vielen schutzsuchenden Menschen zuteilwerden. Er reiste dazu als Freudenbote nach Griechenland. Er klagt über das Unrecht, das Völkern in der einen Welt angetan wird. Denn er weiß, dass Not die Freude zerstört.

Papst Franziskus, kein Konzilsteilnehmer, ist derzeit dessen entschiedenster Verfechter. Wie das Konzil, ist sein Pontifikat von Gaudium et spes inspiriert, also von der Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute.

Deshalb will er auch eine Kirche, die nicht jammernd krank um sich selbst kreist, sondern ein Herz hat für die Menschen.

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Wenn Denkfiguren zu Denkfallen werden.

Zum kirchlichen Beitrag zur Suiziddebatte.

(Der folgende Text stützt sich auf einen fachlichen Austausch mit Raoul Kneucker, Wolfgang Mazal, Christoph Riedl [Caritas St. Pölten] und Günter Virt).

In der derzeitigen Debatte um die rechtliche Ordnung des selbstgewählten Suizids und seiner Begleitung gibt es Denkfiguren, die auf den ersten Blick klar erscheinen. Aber sind sie es wirklich? Könnte es also gar sein, dass zwar gutgemeinte aber dennoch leider nur teilrichtige Denkfiguren zu nicht wirklich humanen und gerade daher unjesuanischen Denkfallen werden?

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Religionen sind eine Quelle von Vertrauen

Interview in der Kleinen Zeitung mit Stefan Winkler: Graz, 26.11.2021

In seinem Buch „Archipel France“ malt der Politologe Jérôme Fourquet das Gegenwartsbild eines entchristianisierten, zivilisatorisch verwildernden Frankreich, das in unzählige Gruppen mit unterschiedlichen Interessen und Identitäten zersplittert ist. Droht dieses Szenario ganz Europa?

PAUL M. ZULEHNER: Das einst christentümliche Europa wird weltanschaulich immer bunter. Der Anteil der Konsequenten nimmt ab. Viele sind, so die französische Religionssoziologin Danièle Hervieu-Léger, eher suchende „Pilger“ (pèlerin) denn angekommene „Entschiedene“ (converti). Ein Teil der europäischen Bevölkerungen atheisiert, andere sind, wie Tomáš Halík aus dem entchristlichten Prag sie nennt, „Etwasisten“: Irgendetwas Höheres wird es schon geben. Dass aber Europa verwildert ist, würde ich nicht sagen. Es gibt ein Ringen um Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit. Vielleicht sind die Menschen doch nicht so schlecht als Kirchen- und Fachleute manchmal glauben.

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Was auch gesagt werden muss.

Zum Tod des Passauer Bischofs Wilhelm Schraml.

Das stelle ich mir als eine seltsame Begegnung vor: Bischof Wilhelm Schraml trifft nach seinem Tod im himmlischen Jerusalem seinen Amtsvorgänger Bischof Franz X. wieder. Was werden sie einander gesagt haben?

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Forum Mündige Christen lädt zu einer Online-Umfrage

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Why Atheists Need Faith

Date: 24‑09‑2021

Source: The Wall Street Journal By Michael Guillen

Science is becoming more mystical as we learn more about the universe.

Atheism’s central conceit is that it is a worldview grounded in logic and scientific evidence. That it has nothing to do with faith, which it associates with weakness.

In reality, faith is central to atheism, logic and even science.

I became an atheist early in life and long believed that my fellow nonbelievers were an enlightened bunch. I relished citing studies appearing to show that atheists have higher IQs than believers. But when I was studying for my doctorate in physics, math and astronomy, I began questioning my secular worldview. Weiterlesen

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Kein Heimspiel

Hintergrundgespräch Caroline Ferstl (Kurier) mit Paul M. Zulehner zum Besuch des Papstes in Ungarn und in der Slowakei anlässlich des Eucharistischen Weltkongresses.

CAROLINE FESTL: Was ist der Sinn der Reise des Papstes nach Ungarn und in die Slowakei, was kann man sich davon erwarten?

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Auf der Suche nach den wichtigsten Themen

Der Synodale Weg der Katholischen Aktion Österreichs tritt in seine zweite Etappe ein.

Die Katholische Aktion Österreichs ist auf dem Synodalen Weg. Die erste Etappe ist abgeschlossen. Eruiert wurde, was die Menschen in der KA und darüber hinaus bewegt: mit Blick auf die Welt von heute sowie hinsichtlich einer – den Aufgaben der Kirche in unserer Zeit – angemessene Kirchengestalt. Die beiden Bereiche entsprechen den großen Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils, der Pastoralkonstitution „Kirche in der Welt von heute“ sowie der Kirchenkonstitution „Lumen gentium“.

Themenbereiche

Es wurden für beide Bereiche mehrere Themenbereiche abgegrenzt. Für den Bereich „Kirche in der Welt von heute“ stehen die Klimafrage, der Frieden und die Abrüstung, Migration und Flucht, die neue Soziale Frage, Geschlechtergerechtigkeit, die Weiterentwicklung des Sozialen (Pflege u.a.) sowie Wertefragen. Die Suche nach einer „angemessenen Kirchengestalt“ kreist um Teilthemen wie Bildung von Solidargemeinschaften, fundamentale Gleichheit an Würde und Berufung aller, Kultur der Beteiligung, Wahl der Leitenden und nicht zuletzt „Kirche verjüngen“.

Priorisierung

Diese „gefundenen Themen“ sollen nunmehr in einem zweiten Schritt gewichtet werden. In einem Onlinetool kann man zu jedem Thema ein Votum abgeben: ist es ein sehr wichtiges, ein wichtiges, ein unwichtiges oder ein ganz und gar unwichtiges Thema.

Die Ergebnisse dienen dann dazu, vier Themen herauszugreifen und weiter zu bearbeiten. Es wollen dann jeweils Arbeitsunterlagen erstellt werden, die vor allem praktische Handlungsvorschläge und Projekte enthalten sollen. Eine abschließende Synodalversammlung wird schließlich die Vorlagen beraten und darüber abstimmen.

Die Ergebnisse fließen in den kontinentalen und weltkirchlichen Synodalen Weg ein.

Einladung zum Mitmachen!

Sie können sich an diesem Synodalen Weg der KAÖ beteiligen, auch wenn Sie kein Mitglied sind. Ich lade Sie herzlich dazu ein. Den Zugang finden Sie entweder über meine Homepage (www.zulehner.org – dort ist der Weg näher beschrieben) oder Sie klicken einfach hier und legen los! Danke schon im Voraus!

Vorbereitungsdokument

Der Synodale Weg der KAÖ entspricht im Übrigen den Vorgaben des Vorbereitungsdokuments, das heute veröffentlich worden ist. Das Dokument kann auf meiner Homepage unter „Bitte mitmachen!“ abgerufen werden.

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USA: Forschende finden Hirnregion für Spiritualität

Vatican News, 12-8-2021
Der weitaus größte Teil der Menschheit empfindet sich als religiös oder spirituell. Die Frage, ob es für diese Gefühle eine biologische Basis im menschlichen Körper gibt – ein Gottes-Gen vielleicht -, beschäftigt Wissenschaft und Religionen schon lange. Jetzt könnte es eine Antwort darauf geben.

US-amerikanische Forschende glauben, den Sinn für Religion und Spiritualität zumindest teilweise in einer bestimmten Hirnregion verorten zu können. Das berichtet das „Deutsche Ärzteblatt“ mit Blick auf eine in diesem Sommer im Fachmagazin „Biological Psychiatry“ veröffentlichte Studie. Wurde dieses Areal bei Gehirnoperationen verletzt, so verringerte oder verstärkte dies je nach betroffenem Bereich die religiösen Gefühle der Patienten.

Der Sinn für Religion und Spiritualität dürfte damit nach vorläufigen Erkenntnissen der Forschenden schon sehr früh in der Entwicklung des Menschen entstanden sein. Gemeint ist das „periaquäduktale Grau“, das auch als „zentrales Höhlengrau“ bezeichnet wird: Es handelt sich um eine im Inneren des oberen Hirnstamms liegende Nervenzellgruppe, die unter anderem an der Schmerzhemmung, an Angst- und Fluchtreaktionen, aber auch an positiven Emotionen wie altruistischem Verhalten und bedingungsloser Liebe beteiligt ist. Weiterlesen

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