Willkommen zum Zulehner-Blog

Seien Sie herzlich willkommen zur Diskussion von aktuellen Ereignissen aus Welt und Kirche, zu denen ich meine Position vermittle und zur Diskussion einlade.
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Ein freundschaftlicher Nachruf auf Kardinal Joachim Meisner

Es klingt auf den ersten Blick paradox, wenn ich klage: Ich habe (nach Peter L. Berger) schon wieder einen Freund verloren, der mich sehr beeindruckt hat und von dem ich viel gelernt habe. Kardinal Meisner war, als ich ihn kennen und schätzen lernte, junger Weihbischof in Erfurt. Zu seinen Agenden gehörte die Priesterfortbildung. Ich war noch junger Theologe, da lud er mich als Referenten nach Heiligenstadt ein. Weiterlesen

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Neuer Chef der Glaubenskongregation.

Lesen Sie mehr im National Catholic Reporter. Hier der Link: https://www.ncronline.org/news/vatican/francis-replaces-cardinal-muller-deputy-ladaria-head-doctrinal-congregation

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Revelations: The political beliefs of evangelical Christians

Einer Sache bin ich mir sicher: mit solchen „Mitchristen“ will ich nichts zu tun haben! (hfk)   

Date: 29-06-2017
Source: The Economist

Personal morality in politics is negotiable

TEN MINUTES BEFORE the Sunday morning service begins at the Free Chapel in Gainesville, Georgia, shuttle buses are ferrying worshippers from the north and south car parks to the church’s 3,000-seat auditorium. Newcomers are being welcomed with coffee and doughnuts in the Connections Lounge. Inside, the church is equipped with a lighting rig and sound system as for a gig by a soft-rock band. Most of the service is taken up with Christian pop, the congregation listening rather than singing along. This Pentecostal church has grown rapidly over the past decade, thanks to its charismatic pastor, Jentezen Franklin (pictured). It now has several campuses around the country, funded by the tithes paid by regular churchgoers. Mr Franklin is a member of Donald Trump’s evangelical advisory board.

Back in 2011, white evangelicals were the most likely group to say that personal morality was important in a president, according to the Public Religion Research Institute. Since Mr Trump became the Republican standard-bearer, they have become the least likely group to say that, changing what seems like a fundamental issue of morality to accommodate their support for the president.

One possible explanation for this swift change of heart is that many of those who identify themselves in surveys as evangelicals are not as religious as they seem. But Greg Smith of the Pew Research Centre says that idea is not supported by Pew’s polling of different religious groups, which shows that most self-described evangelicals are fairly observant. According to Pew, the president’s approval rating among white evangelicals is close to 80%, even though some of the younger ones are appalled by him. Weiterlesen

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Gut für Erwachsene. Auch für Kinder?

Zum Beschluss des Deutschen Bundestages über die „Ehe für alle“.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Weg vom Ehepatent Josephs II. aus dem Jahre 1783 bis zum Beschluss des Deutschen Bundestags und zuvor schon vieler anderer westeuropäischerer Gesetzgeber ist dramatisch. Joseph II. hatte noch formuliert:

„§22. Der Ehevertrag (Kontrakt) selbst wird geschlossen, wenn eine Manns- und eine Weibsperson einwilligen, miteinander in eine unzertrennliche Gemeinschaft zu treten, um Kinder zu erzeugen, und der diesem Stande anklebenden Gerechtsame zu genießen.“

Inzwischen sind alle drei Eckpunkte aus dem Ehepatent überholt: Es muss nicht mehr Mann und Frau sein, nicht mehr ein Lebensraum für Kinder, nicht mehr unzertrennlich.

Die Zusammensetzung der „Ehe neu“ bilden heute nach wie vor in überwiegender Mehrheit ein Mann und eine Frau. Dazu kommen nun die gleichgeschlechtlich liebenden Paare. Aber es gibt auch schon erste Heiraten von mehreren Personen: „Ich heirate meine Frauen“. Werden morgen auch Wohngemeinschaften heiraten können? Ein bisschen Ehefuturologie schadet nicht.

Dass die Ehe unzertrennlich ist, hat das staatliche Eherecht inzwischen in allen Ländern Europas, zuletzt Malta, aufgegeben.

Bleiben die Kinder

Joseph II. war an Kindern interessiert. Die „Sarazins“ (Deutschland schafft sich ab) – also jene, die meinen, unsere Länder sterben aus – sind es grundsätzlich auch: Die Angst vor den vielen Kindern der Migranten lässt grüßen. Sie ist auch von unseren niedrigen Kinderzahlen gespeist. Die Muslime würden Europa „niedergebären“, kann man hören.

Wie immer auch – mit oder ohne Kinder – es geht derzeit bei der „Ehe neu“ nicht um Kinderrechte, sondern um die Rechte von Erwachsenen und deren angestrebte „Entdiskriminierung“. Das bleibt auch dann noch wahr, wenn um das Adoptionsrecht von Kindern in gleichgeschlechtlichen „Ehen“ gerungen wird, was ja durch die „Ehe neu“ ermöglicht werden soll.

Die Diskriminierung der Paare ist jedenfalls Vergangenheit – kommt aber, so fürchten manche, damit unbemerkt eine Diskriminierung der Kinder?

Das ist eine fachlich umstrittene Frage: Brauchen Kinder für ihre psychosexuelle Entwicklung zwei Personen unterschiedlichen Geschlechts innerhalb der „kleinen Lebenswelt“, die durch die Präsenz eines Kindes familial wird, oder reicht auch ein Geschlecht? In Umfragen sind in dieser Hinsicht die Menschen auch in Österreich gespalten. Die einen sagen, die Liebe reiche aus, und davon gebe es – niemand bestreitet das – in homophilen Paaren genug an Vorrat. Die anderen hingegen sagen: Liebe natürlich und unbedingt – aber die Liebe von zwei elterlichen Menschen unterschiedlichen Geschlechts.

Ich selbst hatte eine sehr starke Mutter. Eine war mir genug. Es war für meine Entwicklung prima, dass es mit dem Vater für mich auch einen Mann im Haus gab.

Max Friedrich, erfahrener Kinderpsychiater, hatte einmal ein Gutachten für die Adoption in einem lesbischen Paar (nicht in Österreich) abgegeben. Er stimmte unter der Bedingung zu, dass verlässlich sichergestellt sein müsse, dass neben den beiden Frauen des adoptierenden Paares auch ein Mann in einer nachhaltigen Beziehung zum Kind lebe.

Jedenfalls ist eine von Gleichgeschlechtlichen gefühlte Diskriminierung behoben, das ist eine gute Nachricht. Gefühlt, wie natürlich die Vielfalt von Lebensformen in sich nicht zwingend eine Diskriminierung sein muss.

Die Frage für das Gedeihen der Kinder im Land ist hingegen die Diskussion längst nicht am Ende angelangt. Die Kinder sind das schwächste Glied im Disput. Politisch haben sie derzeit kaum eine ernst zunehmende Lobby. Es wäre schade, würde die Diskriminierung der gleichgeschlechtlich Liebenden lediglich an die Kinder weitergereicht.

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Ich vermisse einen Lehrer und Freund. Zum Tod von Peter L. Berger.

Mit Peter Ludwig Berger ist am 27.6.2017 einer der ganz großen Religionssoziologen der Welt von uns gegangen. Er hinterlässt in der Religionsforschung eine große Lücke. Weiterlesen

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Messe auf dem Altar der Welt. Fronleichnam heute.

Kleine Zeitung, 15.6.2017

Kleine Zeitung [KZ, Herr Thomas Götz]: Herr Professor Zulehner, können Sie einem Außenstehenden erklären, was zu Fronleichnam gefeiert wird? Weiterlesen

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Ein Sorry an DIE FURCHE

Aus der Redaktion DIE FURCHE wurde ich darauf aufmerksam gemacht – was ja vollkommen richtig ist und meine volle Zustimmung findet – , dass der Leitartikel des Chefredakteurs nur eine Meinung im Spektrum der Redaktion wiedergibt. Weiterlesen

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