Vom Vertrag zum Vertragen. Die Pastoral im Umkreis von Ehe, Familie, Scheidung und Wiederheirat nach der Familiensynode 2015.

Kein Ende der Familie in Sicht

„Familie“ ist für moderne Menschen wichtiger denn je. Sie ist für viele eine Art „Obdach der Seele“. Dort können ihre Urwünsche vorkommen:

  • sie haben einen Namen, erleben sich angesehen, einmalig und unaustauschbar;
  • sie können in Freiheit selbstmächtig ihren Lebensraum gestalten, den Stil ihrer Partnerschaft bestimmen, entscheiden, ob sie Kinder haben möchten und wie viele;
  • sie können sich bei den Menschen, mit denen sie sich verbünden, daheim fühlen.

Vom Ende der Familie kann also keine Rede sein, obwohl viele Pessimisten dieses prognostiziert hatten. Weiterlesen

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St. Andrä hat Glück, weil es ein Kloster bekommt

Dieser Tage traf ich im Cafe Central eine Frau. Sie saß am Nebentisch und hatte ihr Enkelkind dabei. Da redete sie mich an. Sie kenne mich doch aus dem Fernsehen. Dann frage ich sie, wo sie herkomme – aus St. Andrä im Burgenland. Weiterlesen

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Der tiefe Fall. Zum Reformationsgedenken.

Die mittelalterlichen Religionsfriedensschlüsse und ihre Auswirkungen auf die weltanschauliche Entwicklung Europas. Vortrag in Osnabrück an der Stätte des Westfälischen Friedens 1648.

Die Friedensschlüsse

Wenn sich im mittelalterlichen Reich Kaiser und Reichsstände auf einem „Reichstag“ zur Beratung versammelten, so war es am Ende die Pflicht des Kaisers, die beratenen und erlassenen Bestimmungen zu verlesen und das „Verabschiedete“ damit in Kraft zu setzen. „Reichsabschied“[1], so lautet deshalb der Titel jenes Dokuments, in dem 1555 in der freien Reichsstadt „Augspurg“ der Landfrieden verordnet wurde. Die konfliktgeladene Auseinandersetzung um den damals noch katholischen Martin Luther sollte durch einen politischen Akt beendet werden. Weiterlesen

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Schwester Beatrix Mayrhofer: „Gott war unter den Rädern“

Quelle: DER STANDARD:
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NTERVIEW PETER MAYR, MARKUS ROHRHOFER
24. Dezember 2016, 20:00

agendamayrhoferartikelbildSchwester Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der österreichischen Frauenorden, über den Terror im Namen Gottes, den Mangel an Politikern mit Verantwortungsgefühl, Verliebtsein ohne Erfüllung und die ewige Treue zum Fußballgott

STANDARD: Der Terroranschlag in Berlin hat erneut auf fürchterliche Weise gezeigt, wie verwundbar die Gesellschaft heute ist. Vor allem morden die Attentäter im Namen Gottes – wie geht es Ihnen damit?

Beatrix Mayrhofer: Wenn Unschuldige sterben müssen? Wenn ein Ort angegriffen wird, der an die Geburt Christi erinnert? Nein, das kann nicht der Wille Gottes sein. Wenn ich frage, wo Gott war, dann gibt es für mich nur eine Antwort, die genau aus der Botschaft von Weihnachten kommt. Er ist Mensch geworden, einer von uns. Gott war unter den Rädern. Weiterlesen

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Der Papst vor den Spitzen der Wirtschaft beim „Time-Fortune“ Forum im Vatikan

  1. Es ist fantastisch, dass dieses Ereignis, das die Spitzen der Wirtschaft (CEOs von IBM, Siemens, Monsanto, Richard Branson etc. http://www.fortuneconferences.com/global-forum-2016/host-committee/) versammelte, im Vatikan stattfand und
  2. dass der Papst dazu Wesentliches beitrug (hfk) 

GREETING OF HIS HOLINESS POPE FRANCIS
TO PARTICIPANTS OF THE FORTUNE-TIME GLOBAL FORUM

Clementine Hall
Saturday, 3 December 2016

Dear Friends,

I am very pleased to welcome all of you who are participating in the Fortune-Time Global Forum, and I express my appreciation for your work these past two days. I thank Mrs Nancy Gibbs and Mr Alan Murray for their kind words. The theme you have chosen, “The 21st-Century Challenge: Forging a New Social Compact”, is very opportune and points to the urgent need for more inclusive and equitable economic models. Your time together has allowed for a substantive exchange of ideas and sharing of information. Important as this is, what is required now is not a new social compact in the abstract, but concrete ideas and decisive action which will benefit all people and which will begin to respond to the pressing issues of our day. Weiterlesen

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Religious Right Reinvigorated by Donald Trump

Date: 11-12-2016
Source: The Wall Street Journal

Encouraged by Trump’s cabinet picks, conservative Christians want many of Obama’s social policies reversed

Donald Trump’s election has reinvigorated evangelical Christians. Above, Mr. Trump with Jerry Falwell Jr. in January 2016.

CHARLESTON, S.C.—After nearly a decade, the Christian right is emerging from the political wilderness.

Donald Trump’s victory is giving new life to socially conservative causes that have suffered a string of defeats in recent years, potentially reigniting culture wars that many liberals had hoped were all but over.

Conservative Christians who had despaired of the country’s direction under President Barack Obama—and of developments such as the legalization of same-sex marriage—now expect to wield influence in an administration that they helped bring to power.

They are pressing for a ban on late-term abortions; expanded accommodation for religion in the workplace, at hospitals and elsewhere; and, above all, the appointment of conservative judges.

Already, social conservatives are taking up positions in Mr. Trump’s cabinet. Tom Price, a forceful voice for expanding religious liberty and a vehement opponent of the Obamacare contraception mandates, was tapped last week to become secretary of the Department of Health and Human Services. Ben Carson, a Christian who has frequently spoken out against gay and transgender rights, was chosen to be secretary of the Department of Housing and Urban Development.

“I hope we can restore our country to a God-fearing nation again,” Sindy Mills, 37, who voted for Mr. Trump, said outside of Charleston Baptist Church. She said America had turned away from God with “the same-sex marriage issue and abortion and taking God out of the schools.” Weiterlesen

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Elisabeth Mayer : Keine Angst – wie wir durch Hoffnung zum Handeln kommen

Elisabet Mayer ist Präsidentin der Katholischen Aktion Salzburgs. Sie deutet in ihrer Grundsatzrede bei der Vorstellung des neuen Präsidiums „KA“ als „keine Angst!“.

Es war ein katholischer Heiliger und Märtyrer, der vor 500 Jahren das Standardwerk des Fortschrittsglaubens geschrieben hat – der englische Staatsmann Thomas Morus nährte mit seinem Roman „Utopia“, den Glauben an eine positive Zukunft. Wie anders ist doch die Stimmungslage heute. Der Fortschrittsglaube ist ins Stocken geraten, Zukunftsangst ist bei vielen Menschen spürbar. Die Angst vor Fremden, vor Globalisierung, die Angst vor sozialem Abstieg und schärferer Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt. Kein Wunder, dass die Sehnsucht vieler Menschen nicht mehr in die Zukunft gerichtet ist, sondern eine Art Heimweh nach einer vergangenen, sicheren und übersichtlichen Welt ausgebrochen ist. Der polnisch-britische Soziologe Zygmunt Baumann hat dafür bereits den Begriff Retrotopia geprägt. Weiterlesen

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