Russkij mir (Russische Welt)

Lyudmyla Ivaniuk, Sozialethikern aus der Ukraine, hielt beim Kongress der Pastoraltheologen Osteuropas am 7.9.2022 in Wien einen Online-Vortrag über das geopolitische Ziel Russlands und die Rolle der Russisch-Orthodoxen Kirche dabei. Ein hörenswerter Vortrag!

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4 Antworten zu Russkij mir (Russische Welt)

  1. Johanna Spöth schreibt:

    Ein bemerkenswerter Vortrag , der Einblick/Verständnis für das Vorgehen Russlands/Putin gegen die Ukraine gibt. Zu bedenken – hier spricht eine Ukrainerin!

  2. Brand, Hildegard schreibt:

    Ja, ein sehr aufschlussreicher Vortrag.
    Ich vermute, dass wir Menschen im überwiegend katholisch/ evangelisch geprägten „Kulturbereich“ insgesamt nicht sehr vertraut sind mit christlich-orthodox geprägten Bereichen in verschiedenen Ländern, erst recht vielleicht auch nicht mit den Verflechtungen mit politisch-historischen Entwicklungen dort – und jetzt speziell in den Ländern Russland und Ukraine.

    • JOSEPH schreibt:

      Wir sind ja auch NICHT mit den politisch-historischen Verflechtungen der RÖM.KATH. Kirche in den einzelnen europäischen Staaten „vertraut“ bzw. es ist uns nicht wirklich bewusst!
      Wenn sich in Wien, der Nehammer mit dem Schönborn trifft ist das doch mehr, viel mehr als „Äquidistanz“ ….
      auch 100 Jahre nach dem Abwinken der „katholischen Kaiserleins“ stützt man sich doch gegenseitig auf den Weg zu ein bisschen mehr „Vergangenheit“;
      und hinsichtlich der Auswüchse des Kapitalismus hat sich die Hl. Röm. Kirche ja in den letzten 70 Jahren sehr „weise“ zurückgehalten!
      (fürs „Soziale“ haben wir (Katholischen) ja ein Feigenblatt; die CARITAS!)

  3. Brand, Hildegard schreibt:

    Ja, Joseph,
    natürlich müssten in jeder Beziehung alle weltweit verbreiteten Religionsgemeinschaften ( dazu gehören sicher im Besonderen die sogenannten „drei Hochreligionen“ mit ihren spezifisch „konfessionell“ ausgeprägten, historisch-gewachsenen Gestalten und Sonderformen ) , Kirchen als Institutionen und deren Inhalte mit ihren historisch- politischen, sozialen, ökonomischen und gesellschaftlichen Wirkzusammenhängen und Verflechtungen
    ideologie-kritisch analysiert werden.

    Dabei müsste es immer auch um „Entlarvung“ und „Bewusstmachung“ eines möglichen Ideologiecharakters von „Religion“ und der Begründungen, Rechtfertigungen ihrer Institutionen und Organisationsformen gehen;

    wenn wir unter „Ideologie“ ein Gedanken- Glaubens- Konstrukt verstehen, mit dessen Hilfe in einer Art „Überbau“ die edelsten, erhabensten Absichten propagiert
    werden, um damit aber in Wirklichkeit reale politische, ökonomische und soziale Macht ( auch die ie eigene – hier auch kirchliche Macht aller Konfessionen – ) und Herrschaft in den genannten Verflechtungen zu stützen und zu stabilisieren.

    Wobei „Religion“ sowohl von eigenen „religiösen Institutionsträgern“ als auch von „säkularen“ Machthabern als nützliches Werkzeug für die je eigenen Herrschaftsinteressen und deren Durchsetzung, aber auch mit gegenseitiger Unterstützung dafür missbraucht werden kann;
    wenn nicht in dem textuellen und rituellen Konstrukt von Religionen selbst schon das Missbrauchspotential angelegt und vom historisch gelegten Grund von je her mit-geliefert wurde … .

    Diese Zusammenhänge sowohl im eigenen Land, vor der je eigenen
    „konfessionellen Haustür“ als auch „global“ in den komplexen historischen Zusammenhängen zu durchschauen, ist sicher eine Lebensaufgabe, aber eine notwendige.
    Die spannende Frage dabei ist sicher, welche „Kernelemente“ von Religionen und Konfessionen bleiben dann noch übrig.
    Sollten solche übrig- bleiben?

    Und
    – realen Unterdrückungs – Gewalt – und Ausbeutungssystemen müssten ja „eigentlich“ durch realpolitischen Widerstand die Bestandsgrundlagen entzogen werden.
    Könnten bestimmte Inhalte von Religionen und Praktiken von Religionsgemeinschaften ( und „Konfessionen) dafür einen „ent – ideologisierten“ Beitrag leisten ( in einer Art „Politischer Theologie und PRAXIS “ ) , ohne sich erneut in einem „Überbau mit Vortäuschungen und Lügen“ zu verfangen?

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