Alle Kinder sind schützenswert!

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Es ist ein schwerwiegendes Versagen der Kirche: gegenüber Kindern und damit gegenüber dem Evangelium. Jesus lässt sie Kinder zu sich kommen, umarmt sie, legte ihnen die Hände auf und segnet sie (Mt 19,13–15; Mk 10,13–16; Lk 18,15–17). Manche in der Kirche aber wurden Kindern nicht zum Segen, sondern zum Fluch. Sie brachten ihnen schweres Leid.

Damit hat die Kirche das Evangelium verschattet, verdunkelt, ja verraten. Damit hat sie aber auch Ihren Dienst an der Welt und hier den ungeschützten Kindern verraten. Dabei ist es zu wenig zu sagen, die Kirche schütze doch die Kinder im Mutterleib. Das bleibt zynisch, wenn es diesen Schutz nach auch nach der Geburt gibt.

Dabei hätten Kinder diesen vom Evangelium inspirierten Schutz in allen Kulturen dringend gebraucht. Denn Kinder werden missbraucht als Kindersoldaten, als billige Arbeitskräfte, und eben auch sexuell. Statt diesen Dienst des Evangeliums den ungeschützten Kindern zu leisten, hat sie über den Missbrauch hinweggesehen und die Institution geschützt. Es ist tragisch, dass die Sorge der Kirchenleitung nicht die Kinder, sondern der Glaube der Mitglieder an die „Heiligkeit“ der Kirchezu betreffen schien.

Bei Euch soll es so nicht sein: Dieses Jesuswort wurde völlig vergessen. Man hätte die Kinder und ihren Schutz in die Mitte stellen müssen. Auch wäre es möglich gewesen, die Heilbarkeit zu bezweifeln, und das einfach dadurch, dass man die Versetzungen evaluiert hätte. Dann hätte man merken müssen, wie unsicher diese Annahme einer irrtumsanfälligen Wissenschaft von damals war. Zudem hätte die Kirche viel früher auch präventive Maßnahmen setzen können…

Gottlob ist unter Franziskus die Kirche aufgewacht. Sie hat dabei nicht nur nachgeholt, sondern ist aus der Nachhut des Arbeitens zur Vorhut für die Teile der Gesellschaft geworden.

Sehen Sie auch das Gespräch mit Sandra Szabo in der Orientierung: klicken Sie hier!

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4 Antworten zu Alle Kinder sind schützenswert!

  1. Mitscha-Eibl Robert, Mag. schreibt:

    Lieber Paul, ich habe Wochenenddienst und versuche deinen neuen Blogeintrag aufzurufen. Ergebnis aber leider nur:

    „Nicht gefunden – Entschuldigung, aber die angeforderte Seite wurde nicht gefunden.“

    Ein technisches Problem? Sendest Du mir deinen Text bitte direkt als Mail?

    Schönen Sonntag!

  2. Lieber Prof. Zuhlehner,
    herzlichen Dank für Ihren Kommentar und dem Ansatzvorschlag zu einer Entschärfen der Situation. Vielleicht gelingt ja ein Sinneswandel bei Papst em.BENEDIKT und so manch anderem Kirchen Oberen.Mir geht in diesen Tagen der alte Kanon „Menschenwürde, müssen all vergehen, Ewig, ewig, bleibt das Kreuz bestehen und die Kirche Gottes wird nicht untergehn“ nicht aus dem Sinn.Jeder Christ ist mitverantwortlich für das Bild, das die Kirche abgibt. Aber letztlich bleibt die Hoffnung,dass er damit nicht allein ist. .Gott baut die Kirche mit und so wird sie sich verändern.
    Liebe Grüße von ihrem ehemaligen Studenten
    Norbert Feichtinger

  3. Petra Haslbeck schreibt:

    Wenn ich die Kommentare hier lesen, frage ich mich, in welcher Scheinwelt leben viele Menschen?
    Die Kirche schützt weder Kinder, noch alte Menschen.
    In der Coronakrise hat weder die evangelische noch die katholische Kirche irgendjemanden geschützt.
    Keine der Schutzmaßnahmen hat irgendwelche Leute geschützt. Es gibt zahlreiche Studien dazu, aus Harvard, von der John-Hopkins-Universität. Aber es wurden Menschen vom Gottesdienst ausgeschlossen weil sie aus gesundheitlichen Gründen keine Masken tragen können. Unter diesen sind viele, denen man beim Missbrauch den Mund zugehalten hatte. Die Münchener Jesuiten machen auch in diesem Fall keine Ausnahme.
    Sterbende wurden eingeschlossen und mussten einsam und ohne Beistand oder Sakramente ihren letzten Weg gehen. Das ist das erste Mal in der Geschichte der Kirche.
    Und hier kann man nicht mit dem Finger auf ein paar schwarze Schafe zeigen oder nur ein wenig auf Strukturen verweisen, denn fast ALLE haben die Menschen alleine gelassen! Oder ist der Zölibat auch an diesem Versagen schuld?
    Oder war es wieder Ratzinger? Hat er von seinem Kloster aus entsprechende Anweisungen erteilt?
    Stattdessen wurde Werbung für die Pharmaindustrie gemacht. Ein 12jähriger Bub ist vor wenigen Tagen in Österreich kurz nach einer Impfung gestorben, für die Papst Franziskus ständig wirbt. Dabei vergleicht er diese Therapie, die eine Gentherapie ist und keine Impfung mit der Polio- Impfung, unfassbar!
    Uns Pflegekräfte hat man regelrecht bei Caritas und Diakonie verheizt. Viele meiner Kollegen sind seit ihrer zweiten oder dritten Impfung chronisch krank, ständige Müdigkeit, Kopfschmerzen, Rippenfellentzündung, Herzmuskelentzündungen usw.
    Aber macht ja nichts, sind ja nur Pfleger.
    Ich bin weiterhin gläubige Christin, will aber mit dieser Kirche, die im Grunde nur noch eine staatliche Behörde ist, nichts mehr zu tun haben.
    Meine Kollegen auch nicht.

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