Alt-Bischof Reinhold Stecher riet bereits 1993 (gerade Bischöfen) zu einem integrativen Führungsstil – wie aktuell…

„Eine Autorität könnte man als ‚integrativ’ bezeichnen, wenn sie sich nicht auf dem einsamen Thron ihrer Sendung sondern in das Ganze eingewoben weiß. In der Kirche heißt das, dass man sich immer wieder bewusst machen muß, in einem vielfältigen, umfassend-tröstlichen, bewahrenden und doch immer wieder zu neuen Ufern aufbrechenden Walten des Geistes zu stehen. Im Walten eines liebenden Heiligen Geistes, der sehr wohl dem Amtsträger eine unverwechselbare Rolle zuspricht und ihm dazu auch Beistand leistet, aber der gleichzeitig im Wachsen der Erkenntnis und des Glaubens keine Einbahnstraßen und Monopole kennt.“[1]

Ein bestimmter Führungsstil ist nicht angeboren und damit wie ein unabänderliches Schicksal vorgegeben. Er ist erlernt und daher entwicklungs- und veränderungsfähig. In der Frage der Führung und des Führungsstils können personbezogene Fortbildung oder auch Supervision wertvolle Unterstützung leisten.


[1]     Stecher, Reinhold: Integrieren und motivieren: Gedanken eines Bischofs zum Führungsstil in der Kirche, in: HerKorr 47 (1993) 511-514, hier 513.

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3 Antworten zu Alt-Bischof Reinhold Stecher riet bereits 1993 (gerade Bischöfen) zu einem integrativen Führungsstil – wie aktuell…

  1. Doris schreibt:

    um bei einem dzt. aktuellen Geschehen zu bleiben, tät ich sagen:

    Zulehner 1 : Schwarz 0

    besonders gefällt mir der Hinweis, dass auch Führung erlernbar ist!

  2. Joseph schreibt:

    Aber wenn da manche meinen, dass sich die Probleme die in der Diözeses St.Hippolyt auch ohne dem führungsstil so aufgebuat haben, danach wegretuschieren lassen, der irrt auch.
    Sinkene Katholikenzahlen, sinkender Kirchenbeitrag, wenig Echo im Gottesvolk lassen sich nicht mit dem vollen Palast an Funktionären und Kirchenbeamten vereinbaren.
    Und das Leben wie in alten zeiten muss so oder so zu Ende gehen!
    Oft ist einer der sagt was Sache ist besser als ein (feiger) Endlosdiskutierer!
    Besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende!
    „Brüder es ist zeit vom Schlafe aufzustehen!“ —- „Erwachet“ !!!!

  3. Brand, Hildegard schreibt:

    … „einer sagt…“ ( Wer? )
    Was ist denn „Sache“ ?

    Ohne TEAM-ARBEIT ( gemeinsam Wege finden = s y n – odal ) geht heute ja nix mehr;
    verhindert auch „Monopolismus“ …

    „Neue“ alte Worte, somit auch Inhalte , dem Ursprung entsprechend ) braucht „das Land“ – die Kirche, die mit positiven Assoziationen und damit auch Handlungsvorstellungen
    verbunden werden :
    „Aufgabenbetreuerinnen – betreuer“ , die „Caritativen“ , „Seelenhirtinnen – hirten“,

    Episkopus kann in der Übersetzung Vieles heißen: ( epi = „auf“ ; skopein : schauen, blicken….) Nicht nur “ Leiter, Aufseher“,
    sondern auch „BeschützerIn“ , „auf etwas schauen = darauf acht geben“ , „sich um etwas kümmern “
    ( vgl.: die KÜMMERINNEN im andern Beitrag von P.M. Zulehner)

    Die Worte „Führung, Führungsstil“ – verbergen so viele Negativ – Assoziationen …

    Es geht nur noch über kommunikativen
    „Seelen – Gedanken- Bewusstseins – Glaubensaustausch“ ( inklusive Zweifel-Austausch ) und gemeinsames Handeln; Verwaltungsaufgaben liegen im Bereich professioneller , organisatorischer „Betreuung“…

    Und bei allem „Lernen“ und “ Walten des Geistes“ : „Mensch werden“ – „Mensch sein“ – „Mensch bleiben“ , vor allem in Bezug auf ERWACHSENE TEAMARBEITERINNEN , – ARBEITER…

    In Schillers Drama „Don Carlos“ fleht der Alleinherrscher Philipp II. , Köng von Spanien:

    “ Jetzt gib mir einen M e n s c h e n , gute Vorsicht – ( .. . ) Ich bitte Dich um einen Freund, denn ich bin nicht, wie Du, allwissend. (…) “ ( zeigt die Brüchigkeit von Alleinherrschaften ) …

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