Besuchen Sie meine Gottesbildergalerie der Österreicher*innen 2020!

Im Laufe des Juni (Lebenskunst, Ö1, 7.05) führe ich Sie, begleitet von Doris Appel, in  die Galerie der Gottesbilder der Menschen in Österreich im Jahre 2020. Der Reihe nach besuche ich mit Ihnen den Schauraum der Atheisten, Agnostiker, Deisten und Theisten. Und schließlich jenen der Panentheisten. Sendung für Sendung werde ich hier die Texte der Sendungen dokumentieren. Den Ton dazu finden Sie auf meiner Homepage.

1.6.2020: Einführung in die Gottesbildergalerie

Die einen glauben Gott weg, die anderen her. Die einen sind Atheisten, die anderen Gottgläubige. Von vier Personen in Österreich glauben laut einer neuen Studie aus dem Jahr 2020 drei an Gott oder ein höheres Wesen. Eine Person glaubt nicht daran.

Aber so einfach schwarz-weiß sind die Gottesbilder nicht. Jede und jeder hat sich im Lauf des Lebens ein eigenes Bild gemalt oder von den Eltern geerbt. Die bunten Gottesvorstellungen füllen eine ganze Galerie.

Das war freilich nicht immer so. Jahrhundertelang war das Gottesbild der abendländischen Kultur vom Christentum geprägt. Dann haben sich vor fünfhundert Jahren die Christen gründlich zerstritten. Die Kirchen spalteten sich. Der Kampf der Fürsten gegen den Kaiser verschärfte den Konflikt. Es kam zu einem blutigen Krieg, der dreißig Jahre dauerte. Die Menschen fingen an, dem Gott der Kirchen zu misstrauen. Er brachte nicht den ersehnten Frieden, sondern Gewalt und Tod. Der Franzose Voltaire wurde zum aufgeklärten Federführer. Er wollte eine friedliche Weltreligion der Philosophen, unabhängig von den Kirchen und deren Offenbarungen. Dieser Gott der Aufklärer erklärte die Welt und sicherte die Moral und das Steuerzahlen an die Fürsten. Die Anhänger dieses entchristlichten Gottes nannten sich selbst nicht mehr Theisten, sondern Deisten. Manche bezeichneten sich als Agnostiker und sagen, man könne über Gott gar nichts wissen. Andere hielten schließlich jeden Gott für überflüssig, ja schädlich. Er hindere die ausgebeuteten Proletarier, für Gerechtigkeit zu kämpfen, so Karl Marx. Der europäische Atheismus war geboren.

Was zeitlich hintereinander entstanden ist, existiert heute im Land nebeneinander. Ich lade sie ein, in den nächsten Sendungen mit mir fünf Räume der Gottesgalerie unserer Bevölkerung zu besuchen: den Raum der Atheisten, der Agnostiker, der Deisten sowie jenen der Theisten. Und am Ende führe ich Sie in den Raum der Panentheisten.

7.6.2020: Schauraum „Atheisten“

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