China will rewrite the Bible and the Quran to ‚reflect socialist values‘ amid crackdown on Muslim Uighur minority

Ist unsere Religionspolitik gegenüber dem Islam nicht auch auf diesem Weg?
Dazu auch ORF-Online. Ähnlich auch Richard Potz in der Kathpress (am Ende des BLOGS nachlesbar).

Beijing said all translated classic religious books should be ‚re-evaluated‘
The new editions must not contain any content that contradicts socialism
Paragraphs deemed wrong by censors will be amended or re-translated
Comes as China faces widespread criticism over its policy against Muslims

By RYAN FAHEY FOR MAILONLINE

PUBLISHED: 11:40 GMT, 24 December 2019 | UPDATED: 10:21 GMT, 26 December 2019

China will rewrite the Bible and Quran to ‚reflect socialist values‘ amid crackdown on the country’s religious groups, a report has revealed.

New editions must not contain any content that goes against the beliefs of the Communist Party, according to a top party official. Paragraphs deemed wrong by the censors will be amended or re-translated.

Though the Bible and Quran were not mentioned specifically, the party called for a ‚comprehensive evaluation of the existing religious classics aiming at contents which do not conform to the progress of the times‘.

The order was given in November during a meeting held by the Committee for Ethnic and Religious Affairs of the National Committee of the Chinese People’s Political Consultative Conference, which oversees the ethnic and religious matters in China.

A group of 16 experts, believers and representatives of different religions from the Central Committee of the Communist Party of China attended the conference in last month, according to Xinhua News Agency.

The meeting was supervised by Wang Yang, Chairman of the Chinese People’s Political Consultative Conference.

Mr Wang stressed that religious authorities must follow President Xi’s instructions and interpret the ideologies of different religions in accordance with ‚the core values of Socialism‘ and ‚the requirements of the era‘, French newspaper Le Figaro reported yesterday.

He urged the officials to build ‚a religious system with Chinese characteristics‘.

The officials agreed with Mr Wang’s directives, adding that the mission ‚is the choice of history‘.

They also claimed that by ‚re-evaluating‘ religious books, they would prevent ‚extreme thoughts‘ and ‚heretical ideas‘ from eroding the country.

November’s meeting took place as China faced global criticism over its religious policy.

Patrick Poon, China Researcher at Amnesty International, told MailOnline today: ‚[The censorship plans] show how manipulative the Chinese government is, hypocritically allowing certain religions to operate in China but only strictly with what content the Chinese government allows.

‚In many ways, the Chinese government’s control, including censorship of the Bible and the Quran, has twisted the doctrines of these religious texts and thus the religions. There is simply no genuine religious freedom.’

A cache of leaked documents has shown how the Chinese government run a system of re-education centres to indoctrinate its Muslim people in the far-western province of Xinjiang.

The documents, which include guidelines for operating detention centres and instructions for how to use technology to target people, reveal that the camps in Xinjiang are not for voluntary job training, as Beijing has claimed.

UN experts and activists have claimed that at least one million ethnic Uighurs and other Muslims are held in the detention centres in the region.

***

Religionsrechtsexperte hinterfragt türkis-grüne Religionspolitik

KATH-PRESS-Tagesdienst Nr.6. 9. Jänner 2020, Seite 7

Prof. Potz: Forderungen der neuen Bundesregierung zeigen „nicht unbedenkliche Tendenz. Religionsrecht zu einem Teilbereich von Integrations- und Sicherheitspolitik zu machen“ – Kritik an verstärkter staatliche Kontrolle des Religionsunterrichts auch von islamischer und evangelischer Seite

Wien. 09.01.2020 (KAP) Der eigentliche Adressat der türkis-grünen Religionspolitik ist der Islam. Darauf hat der Religionsrechts-Experte Prof. Richard Potz in der Wochenzeitung „Die Furche“ (Ausgabe vom 9. Jänner) hingewiesen. Die Forderungen der neuen Bundesregierung nach einem integrationsfördernden Religionsunterricht, Kontrollen von Materialien und Büchern des Religionsunterrichts – „insbesondere des islamischen Unterrichts“ – sowie nach einem Kopftuchverbot bis zum vollendetem 14. Lebensjahr zeigen laut Potz eine „nicht unbedenkliche Tendenz. Religionsrecht zu einem Teilbereich von Integrationsund Sicherheitspolitik zu machen“. Die neue Regierung vergesse dabei aber auf die paritätische Behandlung der Kirchen und Religionsgemeinschaften.

Schon Realität sei laut Potz die türkisgrüne Forderung nach einer „qualitätsgesicher- ten Ausbildung von islamischen Religionslehrerinnen und Religionslehrern“. So gebe es bereits eine Zusammenarbeit der Islamischen Glaubensgemeinschaft mit allen Kirchen, die Religionsunterricht in den Schulen erteilen, im Rahmen der Kirchlichen-Pädagogischen Hochschule Wien. Diese Kooperation in der Lehrerausbildung gelte „europaweit als Vorbild“. Positiv ließ Potz aber gelten, dass diese „qualitätssichernde Zusammenarbeit“ durch das Regierungsübereinkommen nun eine Unterstützung erfahre.

Kritik übte der Rechtsexperte daran, dass im Regierungsprogramm einerseits von einer „notwendigen institutionellen Trennung von Religion und Staat“‚ die Rede sei. andererseits aber „in Feldern wo es zur Kooperation kommt, die staatliche Aufsicht verstärkt“ werden solle. Als Beispiel führe er die Stärkung des Kultusamtes an. das künftig kultuspolizeiliche Aufgaben übernimmt. Laut Regierungsprogramm fällt darunter auch die „Sicherstellung einer effizienten Kontrolle des 2015 eingeführten Verbots der Aus

landsfinanzierung von Religionsgemeinschaften“. Auch hier ortete Potz ein Problem mit der paritätischen Behandlung aller Kirchen und Religionsgemeinschaften. da auch hier vermutlich nur der Islam gemeint sei.

Enttäuscht über die geplante staatliche Kontrolle des islamischen Religionsunterrichts und der Forderung nach mehr „Integrationsför- derung“. zeigte sich die islamische Schulamtsleiterin. Carla Amina BaghajatL Im „Öl Journal um acht“ am Donnerstag meinte sie. dass die Formulierung ein völlig falsches Bild entstehen lasse, da „ein Großteil unserer muslimischen Schülerinnen und Schüler Bürgerinnen und Bürger unseres Landes“ seien, für die darum das Wort Integration schlicht nicht passe.

Integration sei für die frühere Frauensprecherin der Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (1GGÖ) nur ein „Faktor von mehreren im Religionsunterricht“. Dieser solle viele Aufgaben erfüllen. Integration – „sich zugehörig fühlen zu diesem Land Österreich“ – könne aber nicht die Hauptaufgabe des Religionsunterrichtes sein. Dies löse bei ihr „Fragezeichen aus”, so Bag- hajati wörtlich.

Es zeige sich die Tendenz . „dass immer der Islam gemeint ist. wenn eigentlich Religion dasteht“, kritisierte auch der evangelische Oberkirchenrat Karl Schiefermair. Der Plan der neuen Bundesregierung künftig Bücher und Materialien des Religionsunterrichts – insbesondere des islamischen Unterrichts – überprüfen zu wollen, löste bei ihm Erstaunen aus. Schiefermair wörtlich: „Ich glaube es gibt im ganzen Schulunterricht keinen anderen Unterricht, der besser kontrolliert und besucht würde als der Religionsunterricht“. Der evangelische Schulverantwortliche wünschte sich im Gegenzug. dass auch andere Unterrichtsgegenstände auf deren „Integrationsförderungen“ untersucht werden.

 

 

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