#Amazonien auch bei uns!

„Sie wird auch gewiss neue Formen des Amtes kennen und bewährte Christen, die im Beruf stehen, zu Priestern weihen: In vielen kleineren Gemeinden bzw. in zusammengehörigen sozialen Gruppen wird die normale Seelsorge auf diese Weise erfüllt werden. – Daneben wird der hauptamtliche Priester wie bisher unentbehrlich sein.“ (Ratzinger, Joseph: Glaube und Zukunft, München 1970, 122.)

Heute erhielt ich vom Altbischof Fritz Lobinger aus North-Aliwal (Südafrika) eine eMail. In dieser lese ich: „Lieber Paul! Wir koennen uns gegenseitig gratulieren zu der Synode und uns daran erinnern wieviel Nachdenken und Beten dazu gefuehrt hat. Ich bin Dir dankbar fuer die vielen Arten von Zusammenarbeit zwischen uns zu diesem Stadium gefuehrt hat.“

In der Tat verdanken wir alle dem Bischof aus North-Aliwal nicht nur das Bibelteilen, sondern auch die Idee, dass lebendige Gemeinden von Priestern anderer Art geleitet werden sollen, wenn es der Kirchenleitung dauerhaft nicht gelingt, ihr einen Priester herkömmlicher Art (Mann, akademisch in der Theologie ausgebildet, wenn keine Ausnahmeregelung unverheiratet) zuzuweisen. In solchen lebendigen Gemeinden, so Lobinger, sollten die Mitglieder „erfahrene Personen“ (personae probatae) wählen, dem Bischof zur Ausbildung vorschlagen und dann in ein „Team of Elders“ (Presbyerteams) weihen lassen. Das würde zu zwei unterschiedlichen Arten von Priestern führen. Die Herkömmlichen, deren Hauptaufgabe es dann sein wird, Gemeinden zu gründen und Priesterteams neuer Art zu unterstützen, sowie eben die Priester anderer Art, die vor allem Gemeinden leiten und als leitende Personen auch der Feier der Eucharistie vorstehen. Die Herkömmlichen kommen vom freien Berufungsmarkt, die Neuartigen werden in Gemeinden gewählt.

Papst Franziskus hatte Bischof Fritz Lobinger ausdrücklich in seiner Pressekonferenz auf dem Rückflug von Panama am 18.1.2019 vom Weltjugendtag erwähnt. Zunächst hatte der Papst betont, es gehe nicht um den Zölibat, sondern um den „eucharistischen Hunger“ in vielen Regionen der Weltkirche. Er machte zu dessen Stillung die “Hirten” verantwortlich. Dann denkt er laut über eine Lösung nach und sagt: „In the islands in the Pacific Lobinger [asks], ‘Who makes the Eucharist’ in these places? Who leads in these communities? It’s the deacons, the religious sisters or the laity. So Lobinger asks, whether an elder, a married man, could be ordained, but only to perform the sanctifying role: to say Mass, give the sacrament of reconciliation and the anointing of the sick. Such a provision could help the church attenuate the “sacramental famine” occurring in various geographic locales worldwide, where a shortage of priests prevents many Catholics from access to the sacraments—in particular, the Eucharist.”

Lobingers Vorschlag auf dem theologischen Prüfstand

Ich hatte zu diesem Lösungsmodell zur Stillung des eucharistischen Hungers in lebendigen Gemeinden seit Jahren mit Bischof Lobinger oft diskutiert. Zusammen mit dem Dogmatiker Peter Neuner aus München waren wir zum Ergebnis gekommen, dass theologisch gegen dieses Modell keinerlei Bedenken vorgebracht werden können. Als ich am 28.2.2019 Papst Franziskus die 75000 Unterschriften unter den Offenen Brief #ProPopeFrancis am Petersplatz überreichte, gab ich ihm auch das von Neuner, Lobinger und mir publizierte Buch „Leutpriester in lebendigen Gemeinden“ (2003). Der Papst las den Titel und sagte mit strahlendem Gesicht: „Lobinger? Hab ich schon gelesen!“

Dom Erwin Kräutler gab der ARD am 23.4.2018 im Rahmen der Doku „Kirche ohne Priester?“ ein Interview. In diesem, knüpfte er an dieses Buch an und betonte, dass es von der Theologie her gegen seinen Vorschlag, Personen, die sich in der Leitung lebendiger Gemeinden bewährt haben, zu ordinieren, „es absolut keine Hindernisse“ gebe. Als dann Papst Franziskus die Bischöfe Amazoniens bat, ihm angesichts des dramatischen Mangels an Priestern „mutige Vorschläge zu machen“, war schon klar, dass die Bischöfe die Idee von Fritz Lobinger aufgreifen würden.

Beschluss der Synode

Genauso ist es gekommen. Das Schlussdokument sieht vor: „[111c] Die zuständige Autorität gemäß Lumen Gentium Kapitel 26 möge Kriterien und Voraussetzungen schaffen, um geeignete und von der Gemeinde anerkannte Männer zu Priestern zu weihen. Sie sollten bereits ein fruchtbares Diakonat und eine Ausbildung zum Priesteramt absolviert haben und sie sollten eine legitime und stabile Familie beibehalten können. Auf diese Weise sollen sie das Leben der christlichen Gemeinde durch die Verkündigung des Wortes und die Feier der Sakramente in den entlegensten Zonen des Amazonasgebiets aufrechterhalten.“

Nur Männer?

Manche haben bei diesem Text verständlicher Weise Bedenken. Ausdrücklich ist von Männern die Rede. Gezielt vermieden wird aber die Rede von „viri probati“ oder auch  von der medial interessanten „Auflösung des Zölibats“. Vielmehr wird eine gewöhnliche Ordinationsbiographie vorgelegt: Diakonat und Priesterweihe. Und das alles nur für Personen, die sich schon bisher in der Gemeindeleitung bewährt haben und welche die Gemeinde selbst vorschlägt. Nicht also ist die Rede davon, dass Personen, welche heute im ständigen Diakonat leben und wirken, geweiht werden sollen. Natürlich kann es sein, dass eine Gemeinde einen leitungserfahrenen Diakon vorschlägt. Aber es sollen die Priester neuer Art gerade nicht aus dem Pool der ständigen Diakone oder von Hauptamtlichen, sondern einzig aus dem Kreis der „personae probatae“, also der Gemeindeleiter kommen. Damit ändern sich die Zugangskriterien. Galt bisher Mann, Theologiestudium, unverheiratet, muss nunmehr gelten randvoll mit dem Evangelium und erfahren in der Leitung einer Gemeinschaft des Evangeliums sowie angemessene Grundausbildung mit Supervision.

Nicht wenige sind enttäuscht, dass die Frauen nicht vorkommen. Stimmt nicht, sage ich und lese: „103. In vielfältigen Beratungen in der Amazonas-Region wurde die fundamentale Rolle der Ordensfrauen und anderer Frauen in der amazonischen Kirche und ihren Gemeinden angesichts ihrer vielfältigen Dienste anerkannt und unterstrichen. In vielen der genannten Beratungen wurde ein Ständiger Diakonat für Frauen gefordert. Daher war das Thema auch bei der Synode sehr präsent. Papst Franziskus hat 2016 eine Studienkommission über das Diakonat der Frau eingesetzt. Diese Kommission kam zu einem Teilergebnis über die Realität des Frauendiakonats in den ersten Jahrhunderten der Kirche und die Implikationen für heute. Deshalb würden wir gerne unsere Erfahrungen und Überlegungen mit dieser Kommission teilen und wir erwarten ihre Ergebnisse.“

Wenn es also vorgesehen ist, dass „bewährte Personen“ auf dem Weg des Diakonat zum Priesteramt gelangen, ist klarerweise auch der Weg von Frauen ins Diakonat eben eine Etappe zum Priesteramt. Daher wird von der Synode dringlich verlangt, endlich den Zugang der Frauen zum Diakonat zu eröffnen, damit auch sie als personae probatae zu Priesterinnen anderer Art ordiniert werden können. Ein ziemlich geharnischter Papst hat mit Blick auf das Diakonat von Frauen nach der Synode angekündigt: „Ich werde in Zusammenarbeit mit der Glaubenskongregation neue Personen in diese Kommission berufen und den Handschuh aufheben, den Sie mir hier hingeworfen haben!“ (Vatican News vom 26.10.2019)

Es wird nicht ruhig bleiben

In der Doku der ARD „Kirche ohne Priester“ war auch Bischof Franz-Josef Bode von Osnabrück, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, interviewt worden. Was könnte es bedeuten, wenn der Papst der Amazonienregion die Möglichkeit solcher ordinierter „personae probatae“ eröffnet, wurde er gefragt. Wörtlich sagte er darauf: „Wenn es grundsätzlich geht, dann muss es auch in Situationen gehen, wo die Not zwar anders ist, dann wird man das nicht genau so begründen, aber dann werden wir uns danach fragen müssen. Das ist ja ganz klar. Es wird nicht ruhig bleiben.“ (ARD 23.4.2019) Die folgenden Positionen sollen dazu beitragen, dass es auch bei uns nicht ruhig bleibt.

#Amazonien auch bei uns!

Damit Bewegung in unsere Ortskirchen kommt, ist dringlich, dass sich umgehend alle Verantwortlichen in der Kirche (Pfarrgemeinderäte, Pastoralämter, Priester, Diakone, Orden, Bischöfe) in Österreich Gedanken machen, wie das, was demnächst in Amazonien möglich sein wird, modifiziert auch bei uns zeitnah möglich sein kann. Konkret bedeutet das:

  • Mit meinem pastoraltheologischen Wissen, das ich mit Bischof Fritz Lobinger und Bischof Erwin Kräutler vertieft habe, werde ich alle lebendigen (!) Gemeinden und Gemeinschaften mit Rat und Tat unterstützen, die sich schon jetzt auf #Amazonien auch bei uns! vorbereiten, dazu geeignete Personen („personae probatae“) wählen und für diese (österreichweit) eine Ausbildung organisieren.
    Das kann nur möglich werden, wenn viele sich selbst verpflichten, sich dafür zu engagieren, dass in den Pfarrgemeinden und Gemeinschaften des Evangeliums die Jesusbewegung wieder Fahrt aufnimmt, der „eucharistische Hunger“ wächst und viele sich dafür einsetzen, dass „der Himmel zu uns kommt“, in Spuren wenigstens. Das bedeutet im Sinn der Amazoniensynode auch, dass viele sich verpflichten, persönlich und mit anderen zusammen einen Beitrag zu einer Lebensart und einer Politik zu leisten, welche eine nachhaltige Balance sucht zwischen dem Schutz der Schöpfung und sozialer Gerechtigkeit.
  • Die Österreichische Bischofskonferenz fordere ich gern auf, das Thema als dringlich auf die Tagesordnung zu setzen.
  • Zudem bitte ich die Kirche in Österreich dringlich, wie einst unter Kardinal König der Frage Scheidung und Wiederheirat nunmehr die Initiative für eine gemeinsame Aktivität in der deutschsprachigen Region ergreifen, also zusammen mit den Bischofskonferenzen in Deutschland, der Schweiz und Luxemburg das Projekt #Amazonien auch bei uns! anzugehen: Sie sollen zusammen, gestützt durch sehr viele im Kirchenvolk, dem Papst für die Milderung des Mangels an Priestern in lebendigen Gemeinden auch bei uns mutige Vorschläge machen. Dabei soll auch das Anliegen der Amazoniensynode unterstützt werden, den Zugang zum Diakonat für Frauen zeitnah zu öffnen.
  • Damit die Verantwortlichen die breite Unterstützung aus dem Kirchenvolk auch wahrnehmen, plane ich, die Petition #Amazonien auch bei uns! in das Internet zu stellen. Schon jetzt ersuche ich um möglichst viele Unterschriften. In dieser Petition werden die Kirchenleitungen im deutschsprachigen Raum gebeten, ja aufgefordert, auch für unsre Breiten dem Papst zur Lösung des Priestermangels „mutige Vorschläge“ zu machen, wie es die Bischöfe Amazoniens zusammengebracht haben. Ich bin zuversichtlich: Es werden viele ihren Namen unter die Petition setzen und den Bischöfen Rückenwind verleihen: „göttlichen Rückenwind!“
  • Es wird auch eine breite Unterstützung in der Pfarrerschaft geben. In der Pfarrerstudie 2010 stimmten 75% der Aussage zu: „Kann die Kirche in gläubigen Gemeinschaften keinen ehelosen Priester zur Verfügung stellen, sollen bewährte Personen aus der Gemeinschaft ausgebildet und geweiht werden.“ (Zulehner, Paul M.: Aufruf zum Ungehorsam. Taten, nicht Worte reformieren die Kirche, Graz 2010).
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16 Antworten zu #Amazonien auch bei uns!

  1. Josef schreibt:

    Es ist zu wünschen, dass sich die amtierenden Kardinäle, Bischöfe und Priester diesen Weg mittragen und es nicht zu einer Kirchenspaltung rund um die Welt führt, wenn an so heiligen Traditionen wie dem Zölibat Hand gelegt wird.
    Wie wird man diese „zweite-Klasse-Priester“ dann benennen?,
    wie werden sie von den zöliipatären-voll-Priestern angenommen? (als Brüder im Amte?)

    Der Geist weht wo er will? — wenn es der „Heilige Geist“ ist, der da Regie führt!

  2. deingruenerdaumen schreibt:

    Als Frau gesagt: Endlich, endlich, endlich, ein kleiner Schritt, aber immerhin.

    • Josef schreibt:

      probieren Sie, gnädige Frau, es einfach bei den Altkatholiken (die im Ggs. zu ihrem Namen doch sehr progressiv sind).
      Vielleicht ist das Warten auf den Vatikan wirklich eine „unendliche Geschichte“ ?

  3. Peter Hermann schreibt:

    Danke

  4. Nikolaus schreibt:

    Sehr geehrter Herr Prof.!

    Wenn auch an Jahren jünger und vermutlich an Erfahrung ärmer, erlaube ich mir Ihnen einen Rat zugeben: Tun Sie es dem emeritierten Papst gleich, ziehen Sie sich zurück und verschonen Sie uns mit dem Unfug der Generation 68!

  5. albertpichler schreibt:

    Danke für diese Initiative! Ich hoffe sehr, dass sich im deutschsprachigen Raum mutige Bischöfe zusammenschließen und einen analogen Katakombenpakt schließen. Der sakramentale Dienst sollte grundsätzlich allen Getauften offenstehen. Dazu gibt es eine wertvolle Initiative in der Schweiz: Der Ansatz der „Junia-Initiative“ (Kirche-heute.ch) könnte eine hilfreiche Unterstützung werden.

    • Josef schreibt:

      Katakombenpakt — und dann? Ungehorsam mancher Bischöfe? Reformen aus der „Mitte“ der Hierarchie?
      Da bliebe dann nur eine Option übrig — die Spaltung der katholischen Kirche in ganz Europa und den USA …. oder das Zerfallen in viele kleine Sekten, von denen die meisten „verdunsten“ würden ….
      und den meisten Taufschein-mitläufern ist die ganze Debatte jetzt schon sehr sehr egal … die würden einfach wegfallen ….

      • albertpichler schreibt:

        Warum so heftig pessimistisch? Was spricht gegen eine Selbstverpflichtung von Bischöfen in Europa, in Fortsetzung des 2. Vatikanums auf die Zeichen der Zeit dem Evangelium gemäß zu reagieren? Im Blick auf die Geschichte ist der Weg der Vielfalt besser als Verweigerung gegenüber neuen Wegen.

  6. Birgit Lesjak-Ladstätter schreibt:

    Danke, ich bin dabei!

  7. Johanna Spöth schreibt:

    Lieber Nikolaus, warum so giftig und beleidigend? Auch ich gehöre und gehörte zu den 68er, und es war eine gute Zeit des Aufbruchs – manchmal muss man etwas übertreiben, um Fortschritte zu ermöglichen – ich befürworte diese Petition!

  8. Roswitha Weinheimer schreibt:

    Eine große Chance für unsere Kirche. So kann unsere Kirche weiter lebendig bleiben….

  9. Ulrike Brustmann-Sieber schreibt:

    Sehr geehrter Herr Dr Zulehner !

    Zur Amazonas Synode:

    Jetzt weiß ich, worum es geht und kann mir besser ein Bild machen: Klingt alles sehr spannend und schlüssig. Ich kann aber nicht beurteilen, ob das ein tatsächlich gangbarer Weg wäre. Da kenne ich mich persönlich zu wenig aus und da müsste man auch den lieben Gott fragen. Es kann ja sein, dass der liebe Gott das auch so will. Nur wird da auch tatsächlich genug gefragt ?
    Doch eins ist klar, wenn in Lateinamerika dieser Weg beschritten wird, wird über kurz oder lang, das die gesamte katholische Welt verändern. „Nur im Amazonas eine Ausnahme“ denke ich, stimmt so auf Dauer nicht – Will man das, ist das klug ? Hinterher jammern wäre nicht zielführend, besser man überlegt VORHER, wohin die Reise tatsächlich gehen soll…..Einfach wird’s nicht. Jedoch ein spannender Prozess.
    Und ganz besonders interessant finde ich auch das Zitat Ratzingers (den ich für einen großen Theologen der heutigen Zeit halte) bereits aus dem Jahr 1970 !!!! (Ihr Text oben) Dieses Zitat ist viel zu wenig bekannt.

    Weiters: Ich halte es für ganz, ganz wichtig, dass Frauen Leitungsfunktionen in der Kirche übernehmen, das auf jeden Fall. Nur ist mir die Sichtweise, sich da NUR auf die Freigabe oder Nicht-Freigabe eines Amtes für die Frauen (oder für verheiratete Männer) zu konzentrieren VIEL zu eng. Es braucht nicht zwingend das Priesteramt für die Frau, damit Frauen Leitungsfunktionen übernehmen können, das ginge auch so.
    Es gab und gibt ganz, ganz tolle Frauen innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche, die viel bewirkt haben und viel bewirken, was kein Priester (und auch keine potentielle Priesterin) tun könnten. Es gibt ja auch das „allgemeine Priestertum“ (das mehr zu betonen scheint mir noch wichtiger als die Amtsfrage) aufgrund der Taufe, unabhängig vom Amtspriestertum. Die Taufe ist die Basis. Das Amtspriestertum ist meines Wissens doch ein Dienstamt (nach dem Vorbild der Fußwaschung: Wer will Füße waschen ? – Sowas erdet und holt ein wenig vom hohen Ross runter ?  ) neben etlichen anderen Diensten, die nicht weniger wichtig sind, oder ?

    Mich als Frau würde das Priesteramt überhaupt nicht interessieren, da gibt’s spannendere Tätigkeitsfelder, wo man genauso leiten o.a. etwas bewegen kann, nur meine subjektive Meinung.
    Humoristisch formuliert: „Wenn Gott eine SCHWIERIGE Aufgabe hat, beruft er einen MANN, wenn Gott eine UNMÖGLICHE Aufgabe hat, beruft er eine FRAU“

    Und die weltliche Berichterstattung über die Amazonas-Synode ist mir da zu platt.
    vereinzelt verheiratete Priester gibt’s ja schon längst in der katholischen Kirche: Die uniert katholischen Priester und die Konvertiten: Verheiratete evangelische Pastoren, die konvertieren)…-Es gibt also quasi eine „Tradition von Ausnahmen“ in der katholischen Kirche…. Das alles sollte die Presse eigentlich wissen……Eine ganze Region wäre natürlich etwas anderes…

    Außerdem : ein paar Themen kommen mir rund um die Amazonas Synode allerdings deutlich zu kurz, die immer wichtig sind, egal wie die Kirche dann konkret aussehen wird, nach dem Amazonas Modell oder nicht….- Dazu eventuell später

    Es scheint mir bei der Synode auch etwas zu sehr wieder um die zwar wichtigen, aber im Grunde langweiligen Strukturfragen zu gehen – Strukturen kann man so oder so gestalten, doch das ist nicht das Wesentlichste… Die Frage nach dem Wesentlichen im Christentum bewegt mich mehr, als Strukturfragen

  10. Ulrike Brustmann-Sieber schreibt:

    Zur Amazonas Synode: Folgendes möchte ich da noch zur Diskussion stellen:

    – Denn ich sehe durchaus auch ein bisschen die Gefahr einer Kirchenspaltung: –
    Und mit einer Kirchenspaltung wäre der Amazonas Region nicht geholfen.

    Es gab schon Mal in der katholischen Geschichte :
    Soweit ich weiß folgendes Beispiel:
    Legalisierung der Priesterehe in der Ostkirche im ca 7. Jhdt, (ohne die Ursache Priestermangel), Als regionale Lösung einer Ortskirche, was dann von Rom nicht anerkannt wurde. Soweit ich weiß, so ungefähr…………

    Auf der anderen Seite: Dann gibt’s das Beispiel Japans: Da hat die katholische Kirche eine Zeit durchlebt, mehr als 200 Jahre ohne Priester, ohne Eucharistie !!! Und erstaunlicherweise hat die katholische Kirch in Japan das überlebt…

    Ich denke, Es ist klug noch Mal tiefer nachzudenken, noch Mal in der Geschichte und der Bibel zu forschen und mehr zu beten, was der richtige Weg ist, und in welcher konkreten Form die richtige Antwort auf die Not im Amazonas aussehen soll…….und gleichzeitig auch andere mutige Alternativvorschläge zuzulassen……

    Der Vorschlag der Amazonas Synode:
    Ists der richtige Weg, wird’s Bestand haben und sich bewähren, Ists nicht der richtige Weg, wirds klug gewesen sein, noch Mal inne gehalten zu haben………

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