Sie schütteln den Staub von ihren Schuhen (Lk 9,5).

Zum Weiterziehen der orthodoxen Mönchsgemeinschaft von St. Andrä.

Für den 4. Mai 2017 war ich eingeladen, in St. Andrä zur geplanten Klostergründung einen Vortrag zu halten und mit den Anwesenden unaufgeregt und geistlich zu überlegen. Ich hatte vorgehabt zu erklären, dass es gut wäre, wenn in einer Zeit, da den Menschen der Himmel verschlossen ist, eine Mönchsgemeinschaft den Himmel offenhält, ja liturgisch gleichsam auf die Erde heruntersingt. Ich wollte erzählen, wie ich von den griechischen Kirchenvätern, etwa Gregor von Nyssa, gelernt habe, Gott zuzutrauen, dass er am Ende alle rettet und hätte mit einem Bild gezeigt, wie der Auferstandene in der Hadesfahrt Adam und Eva mit dem Rettungsgriff auf dem Hades, dem Reich von Tod und Teufel, befreit. Berichtet hätte ich auch, wie unter Papst Franziskus die katholische Pastoral im Umkreis von Scheidung und Wiederheirat bei der Orthodoxen Kirche gelernt hat. Papst Franziskus hat auch die verheirateten Priester gewürdigt. Und dann hätte ich abschließend Fragen an den Ort gestellt und nicht zuletzt auch der kleinen edlen Mönchsgemeinschaft einen Rat gegeben.

Das wären die Fragen an den Ort gewesen:

  • Soll das Kloster in St. Andrä errichtet werden? Braucht der Ort das Kloster? Könnte der Ort an Bekanntheit, wirtschaftlich, religiös gewinnen, oder wird das Kloster ein wenn auch nicht von der Mehrheit, dennoch aber von zu vielen unerwünschter Fremdkörper bleiben?
  • Diese Fragen haben eine sehr bewegte Geschichte, bei der auch Fehler gemacht worden sind. Vielleicht dachten manche Verantwortliche bei der Anbahnung des Projekts: Die Menschen werden doch dafür sein. Aber, so hörte ich dieser Tage, den Seewinklern seien Grund und Boden ganz wichtig und sie möchten ihn nicht verbauen. Vielleicht hat man die Menschen zu spät einbezogen. Manche setzen orthodox und konservativ unzulässiger Weise gleich.
  • Ob sich die Stimmung entgiften lässt? Werden Befürworter und Ablehnende aufeinander zugehen? Wird es absehbar möglich sein, dass die klösterliche Gemeinschaft in Frieden beten, arbeiten, studieren, mit Menschen, die es wünschen, seelsorgliche Gespräche führen kann?
  • Dies alles kann nicht durch eine Abstimmung geheilt werden – Abstimmungen erfolgen auf der Ebene der Macht, des sich Durchsetzens. Jesus Weg ist jener der Ohnmacht, der Versöhnung. Kann solche gelingen?

Und an die Mönche gerichtet hätte ich gesagt:

  • Die klösterliche Kommunität kennt den Rat Jesu: „Wenn euch aber die Leute in einer Stadt nicht aufnehmen wollen, dann geht weg und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie.“ (Lk 9,5)
  • Die Kommunität wird mit großer innerer Freiheit auf die Führung Gottes vertrauen und sich dort hinführen lassen, wo man sie mit offenem Herzen aufnimmt.
  • Ausschlaggebend für die Entscheidung der Mönche wird nicht (nur) sein, ob eine Mehrheit dafür ist, sondern ob jene, die jetzt gegen das Kloster „kämpfen“, diesem aus versöhntem Herzen Segen zusprechen.
  • Sonst kann es dazu kommen, dass die Mönche weiterziehen, auch wenn eine Mehrheit dafür ist, dass sie bleiben.
  • Vielleicht werden spätere Generationen diese versäumte Chance bedauern, ein Kloster im Ort zu haben, das für diesen betet und den Menschen den Himmel offenhält. Aber vorbei ist dann vorbei.

Noch hatte ich gehofft, das Versöhnung und nicht nur ein Abstimmungssieg möglich sein könnten und die Chance für St. Andrä lebt. Die Mönche haben aber zusammen mit der Kirchenleitung anders entschieden. Richtig schade. Den Klostergegnern in einer stillen Stunde eine Ahnung davon zu wünschen, dass ein „Sieg“ auch geistlich besehen eine bittere Niederlage sein kann. Und Glück und Segen für jene, die sie künftig aufnehmen, aber auch für die vielen enttäuschten Freunde und Freundinnen des Klosters in St. Andrä!

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8 Antworten zu Sie schütteln den Staub von ihren Schuhen (Lk 9,5).

  1. Ferdinand Kaup schreibt:

    Danke für diesen feinen Kommentar zu dieser beschämenden Kurzgeistigkeit der betroffenen Bevölkerung! Ferdinand Kaup

  2. Nikolaj Mitra schreibt:

    Sehr geehrter Hr. Professor,

    Danke für diesen Kommentar und schade das jetzt ihr Vortrag nun doch nicht stattfinden wird.
    Jedoch wäre meines Wissens der Vortrag für Donnerstag, 4. Mai geplant gewesen, in ihrem Kommentar erwähnten sie jedoch den 5. Mai.

  3. Johanna Spöth schreibt:

    Sehr geehrter Herr Professor, obwohl ich keine anderen Infos als Ihre 2 Blogs zu obigen Thema habe, spüre ich doch Ihre Enttäuschung über das Scheitern dieses Projektes – gibt es eine Hoffnung auf anderer Ebene? Wie sehr Sie dabei persönlich engagiert, es arbeitsintensiv mitgetragen haben, kann man sich vielleicht vorstellen! Liegt die Ablehnung der Bevölkerung vielleicht auch ein wenig an der „Grenznähe“, die ja nicht immer gute Erfahrungen mit Zuwanderern gebracht hat?
    Es ehrt Sie persönlich, dass Sie nur diplomatisch den Zeigefinger heben und aufzeigen, welche Gnadenchance für diesen Ort vertan wurde. Ebenso finde ich es von den Mönchen sehr einfühlsam, dass diese ein so großes Gewicht auf das „Willkommen sein“ bei der Bevölkerung legen!

  4. Wolfgang Kampf schreibt:

    Sehr verehrter Herr Univ. Prof. DDr. Paul Zulehner…

    …sind es in diesen Tagen zwei schreiben die über ihre Sinnhaftigkeit und deren Wortwahl bei mir hängen geblieben sind. Zu einem waren das dass hier von Ihnen veröffentliche schreiben und das Schreiben an die Gemeinde von Seiner Eminenz, Metropolit Arsenios von Austria.

    Enttäuscht wurde ich von dem was ihn den letzten Tagen geschah. Auf Hinblick der letzten zwei Jahre betrachtet fühlt es sich an als hätten hier alle beteiligten auf das große Wunder oder besser gesagt die Erleuchtung gewartet und dennoch blieb sie allen fern.

    Wenn sie das schreiben seiner Eminenz gelesen haben so kann man klar und deutlich herauslesen das hier nicht der Weg nach einem neuen Kloster gesucht wird, wie es in allen Medien publiziert wird sondern der innere Frieden und Ruhe gesucht wird. Waren es zwei zerrende Jahre die den Mönchen alle Kraft geraubt haben und bevor sie hier ihren Glauben verlieren Fehler machen so holte man sie mit diesen schreiben zurück. In diesem schreiben fordert ihre Eminenz Ruhe und Frieden führ seine Mönche, dass Sie ihre Kraft in die Hände ihres Gebetes wieder stecken können und für ihre Zukunft Kraft tanken können.

    Mann fordert die Gemeinde auf klare Zeichen zu setzten, Offenheit und Stärke zu beweisen, und ich muss sagen ich als Vertreter der Gemeinde der in den letzten Wochen sich von allen allein gelassen gefühlt hat, durfte am Freitag bei der Besprechung in der Gemeinde die Kraft der Mönche und deren Gebete spüren. Fühlte ich mich vor wenigen Tagen auf dem Seil des Klosters von meinen Gemeinderatskollegen allein gelassen, so ziehen sie seit Freitag mit mir an diesem Seil, eine unglaubliche Umkehr. Hatte man sich verschlossen und Unwissen gegeben so durften die letzten Tage Weisheit, Ruhe und Stärke in diesen Gemeinderat gebracht haben.

    Ja – Sagen wir, wir sprechen hierbei von einem Wunder

    So wie es ihre Eminenz verdeutlicht, so wie es die Liebe der Menschen beschreibt.
    „Mann weiß erst was man hat, wenn man es nicht mehr hat.“

    Als Anerkannten über allen Grenzen hinaus bekannten Experten ihres Fachs wurden sie mir genannt. Eine Ehre für mein Volk, das genau sie in dieses Dörfchen kommen. So fühlt es sich auch an die Entscheidung Menschen leichter zu machen und ein gutes Zeichen zu setzten. Laut ihren Referenzen, ein Mensch mit Weisheit, Wissen und viel Stärke.

    Und dann…. Eine Enttäuschung, der Mensch der die Kraft des Glaubens symbolisiert gibt auf. Aber warum?

    Ich ein Gemeinderat der Gemeinde Sankt Andrä am Zicksee bitte sie Ihre Entscheidung zu überdenken, mit den Freunden des Klosters wieder Kontakt aufzunehmen und Ihren Beitrag trotzdem zu leisten. Bringen sie denn Bürgen Wissen, Klarheit und Hoffnung. Helfen sie uns ein bisschen, zum Dank werden auch sie Ihre antworten auf die Fragen ihres Schreibens bekommen. Geben sie nicht auf. Die Abstimmung wird nicht abgesagt sie besteht aus Politischen Gründen weiterhin und bedenken sie zwei Drittel der Gemeinde sind immer noch für ein Kloster, das andere besitz nur Unwissenheit und keine Klarheit da es von der Lügenpropaganda gefüttert wurde.

    Helfen Sie mir spüren sie mit mir die Gebete der Mönche und dessen Kraft, sehen sie mit mir das Licht am ungeschliffenen Horizont, und gehen sie mit mir im Namen Gottes diesen schweren und steinigen weg und sie werden sehn wie auch Jesus werden wir zu einem Ziel zu einem positiven Ende kommen so ist unsere Bestimmung wie sie uns aus der Bibel gelehrt wird. Bedenken sie nach dem Tod kahm immer noch die Auferstehung.

  5. frst schreibt:

    Sehr geehrter Herr Professor

    Sie gehen das richtig an, wenn Sie Fragen an den Ort und Fragen an die Mönche stellen.
    Ich selbst bin betreffend Kloster weder Befürworter noch erklärter Gegner, aber Skeptiker. Was mich zum Skeptiker macht ist folgendes:

    Bischof Zsifkovics und Metropolit Arsenios:
    Machen einsamen Beschluss auf einem Acker ein Kloster zu bauen. Umwidmung Ackerland in Bauland ist im Normalfall nicht ganz einfach. Aber wenn die beiden es wollen, hat es zu geschehen.

    Bürger von St.Andrä:
    Ca. die Hälfte ist dafür, die andere Hälfte dagegen. Eine unverbindliche Volksbefragung geht fast pari aus, mit knapper Mehrheit für die Umwidmung

    Gemeinderat von St.Andrä:
    Beschließt Umwidmung, einige Gemeinderäte sind nach eigenen Aussagen nur wegen Fraktionszwang für die Umwidmung

    Bürgerinitiative:
    Sammelt überraschend ausreichend Unterschriften für verbindliche Volksabstimmung. Jeder Unterstützer muss sich mit Namen und Adresse deklarieren. In einem kleinen Ort für die Einzelnen nicht immer einfach.

    Metropolit:
    Metropolit Arsenios zieht sein Ansuchen um Umwidmung zurück.

    Wahlkampf:
    Gleichzeitig beginnen Erbauer und Befürworter den Wahlkampf für die Volksabstimmung über ein Kloster, das angeblich gar nicht mehr gebaut werden soll.
    Ist das Zurückziehen des Ansuchens um Umwidmung durch den Metropolit nur Taktik in Hinblick auf die Volksabstimmung? Wäre das ehrlich?

    Wahlkampfleiter scheinen Herr Orieschnig und Herr Neuberger zu sein.
    Die beiden greifen den Bürgermeister an, der sich als Person immer positiv zum Kloster geäußert hat. Die beiden übersehen aber, dass er Bürgermeister aller St.Andräer ist auch der Kloster-Gegner.
    Orieschnig und Neuberger versuchen alle, die nicht ihrer Meinung sind, in die Ecke „Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz“ zu stellen

    Herr Orieschnig in der Sendung Orientierung vom 7.5.2017: „Es gibt noch immer Menschen, die glauben, bei den orthodoxen Mönchen handelt es sich um Moslems, da sie einen Bart tragen“. Wie überheblich ist dieser Mensch, wenn er andere für so dumm hält?

    Wer durch St.Andrä geht, wird Befürworter des Klosters, Gegner, Skeptiker und Neutrale treffen. Nicht zu bemerken ist das von der Diözese behauptete „bedauerliche Ausmaß der Feindseligkeiten, des Schürens von Falschmeldungen und Ängsten“. Eine schon länger zurückliegende, zum Teil unsachliche Aussendung einer Einzelperson fand wenig bis gar keine Anerkennung.

    Sehr geehrter Herr Professor: Bischof und mit ihm Metropolit und einige aus deren Umgebung scheinen Ihre Statements (siehe unten) aus dem Jahre 2010 zu bestätigen:
    • Die Diözese hat jetzt 30 Jahre Winter
    • Intrige stärker ist als Transparenz
    • keine „Kompetenz zum Dialog“.

    Auszug kath.net vom 8.Juli 2010:

    Paul Zulehner spricht angesichts der Ernennung des neuen Bischofs von Eisenstadt von „30 Jahre Winter“ – „Wir sind Kirche“ beschimpft Kirchenleitung als „Diktatur“ und ersucht die Bundesregierung, gegen die Bischofsernennung Einspruch zu erheben
    Wien (kath.net)
    Der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner und seine Gesinnungsgenossen von „Wir sind Kirche“ sind sauer über die Bischofsernennung für die österreichische Diözese Eisenstadt. Voraussichtlich am Samstag soll Ägidius Zsifkovics zum Nachfolger des umstrittenen Eisenstädter Diözesanbischofs Paul Iby ernannt werden. Laut einem „Standard“-Bericht ortet Zulehner eine „breite Enttäuschung“ in der Diözese Eisenstadt und meint, dass dieser nur von einer Minderheit akzeptiert werde. Einen Beweis für seine Behauptungen bringt nicht. Wörtlich sagt er: „Er ist sehr jung (47, Anm.). Die Diözese hat jetzt 30 Jahre Winter“, meinte Zulehner. Auf seiner Homepage wettert Zulehner dann weiter und meint: „Wie auch, wenn Intrige stärker ist als Transparenz? Wenn das Versprechen von Kardinal Schönborn, es werde in Zukunft Bischöfe geben, die freudig aufgenommen werden, nicht viel gilt?“
    Auch seine Gesinnungsgenossen von „Wir sind Kirche“ wettern über den neuen Bischof. In einer Aussendung wird behauptet, dass Zsifkovics nicht die Akzeptanz im Kirchenvolk habe und hat keine „Kompetenz zum Dialog“. Dann meint ein Vertreter wörtlich zum Entscheidungsprozess bei der Bischofsauswahl: „Das ist eine Geheim- und Personalpolitik, die in Diktaturen üblich ist. Ziel solcher Verfahren ist es, linientreue Personen in Entscheidungspositionen zu bringen, um den Willen des Volkes zu unterdrücken.“

    • zulehner schreibt:

      Geschätzter namenloser Blogger, danke für Ihre kritische Stellungnahme. Ich hatte Sie per eMail gebeten, die Anmerkungen zum Herrn Bischof zu streichen. Doch Sie baten mich im Gegenzug, davon abzusehen. So ist klar, dass die Aussagen über den Ordinarius Ihre persönliche Meinung ist. Meine alten Stellungnahmen müsste ich auf Grund der inzwischen vergangenen Amtsjahre des Herrn Bischofs weiter entwickeln – was aber im Rahmen der Auseinandersetzung um das Kloster nur ablenkt und zudem eine gründliche Differenzierung erfordert. So kann ich nicht umhin dem Herrn Bischof zu bescheinigen, dass er in der Flüchtlingsfrage mutig und klar ist, wofür ich ihm an dieser Stelle gerne danke.
      Danke Ihnen, lieber Namenloser (warum eigentlich?) fürs wohlwollende Verständnis. Ihr Paul M. Zulehner

  6. Dr. Ellmauthaler schreibt:

    Noch überwältigt von der schieren Vielfalt und Nachlesbarkeit in diesen Seiten fühle ich ein lebhaftes Bedürfnis nach Verknappung bei gleichzeitiger Horizont-Weiterung.

    Möge das gemeinsame Bedauern und Sich-von-der Gegenseite-Abgrenzen naturgegeben sein – wir sind privilegiert, mit gesundem, „christfolfgendem“, kreativem Trotz weiterzugehen.
    Ja: auch unsere Füße sind bisweilen mit dem Staub des Unmöglichen bedeckt. Des Unvorstellbaren, das allein wegen des Nichtfertigdenkens unmöglich werden kann.
    Was betroffen macht, ist die zunehmende Starre unter so Vielen, die das Gehen Jesu vor ihrer Brust tragen. Die Zurückhaltung vor dem Lebendighalten von Gemeinschaft. Das Sich-Zurückziehen, lieber, in Attitüden und Rituale anstatt: Begegnung (die anstrengen kann).

    Doch in welcher Zeit leben wir?
    Das beschäftigt mich – als ein Parallelgedanke auch zu diesem Thema.
    Leben wir nicht in einer fatalen Epoche bedingungsloser „Führer“? Die vermutlich aber doch wieder emotional deprivierte Menschen sind, denen so viele unschlüssige oder verzweifelte Gemüter, damit auch „Stimmen“ und Macht „zufliegen“. Ja, ich wage den Vergleich: Kim, Erdoğan, Trump, Duterte, Orbán, nun auch, wenn wir es so sehen möchten, der oberflächlich sanfte, vielfach jugendlich-beliebte – doch beinhart fordernde, bisweilen unüberlegt redende Herr Kurz. Reife oder Lebensweisheit kann man von einem Dreißigjährigen, stets Geförderten, von einem erfolgsgewohnten Funktionär kaum erwarten.

    Nun: ja! Bisweilen mag es besser sein, wegzugehen – besser auch zu scheitern, als sich zu fixieren – dabei immer zu horchen, zu antworten, statt zu entscheiden und in schlecht getarnter oder offen herausgebrüllter – dann „ansteckender“ – Egomanie voran zu preschen.

    Verantwortung – verbindliche Antwort auf berechtigte Anfrage! – zunächst bei sich zu belassen und mit sich in knappen Diskurs zu treten, mit sich ins Reine zu kommen: sei’s auch mit der Konsequenz, von etwas, das eine Chance (oder eben Irrtum) sein könnte, gelegentlich abzulassen.

    Trauerarbeit kann hier einen geeigneten Ausweg darstellen.
    Trauer kann dabei nicht die Kehrseite von Triumph sein. Das sind vermutlich falsche Kategorien.

    Mir imponieren diejenigen, die den Staub des Fragwürdigen abschütteln, wenn die Antwort nicht mit dem gefassten Ziel vereinbar ist.

  7. Johanna Spöth schreibt:

    Warum so viele Diskussionen, Standpunkte, Be- und Entschuldigungen, Angriffe, etc,
    „Ein Kloster – ist eine tief religiöse Gemeinschaft zum Wohle aller – ohne Unterschied der Religion!
    Öfters habe ich schon für eine kurze Zeit im Betraum eines russ.-orthodoxen Klosters innegehalten, ein Gebet gesprochen, eine Kerze angezündet – und damit ein wenig Ruhe
    vom Lärm, Hektik und Trubel der Großstadt gefunden und auch meine persönlichen Sorgen dort gelassen! Darum geht es doch eigentlich – ein wenig mehr besseres Leben auch für uns zu schaffen, egal wo und von wem!“

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