„So wahr uns Gott helfe!“ Weizer Pfingstvision schreibt an den Herrn Kardinal.

Sehr geehrter Herr Kardinal,

Gestern Abend hat H.C. Strache Sie in einem oe24TV Interview mit Wolfgang Fellner durch ein verkürztes Zitat von Ihnen für seine Flüchtlingspolitik vereinnahmt.

Wenn ein Präsidentschaftskandidat das Wort „Gott“ auf seinen Wahlkampfplakaten missbräuchlich verwendet; wenn ein womöglich zukünftiger Bundeskanzler Angst macht, indem er durch den „ungebremsten Zuzug von Armutsmigranten“ einen Bürgerkrieg in Österreich mittelfristig für möglich erachtet und gestern auch  im selben Interview nach wie vor behauptet, dass in diesem Jahr schon mehr als 100.000 Flüchtlinge nach Österreich gekommen sind, obwohl die Obergrenze von 37.500 nicht erreicht wird; wenn dieser Politiker gerade am Nationalfeiertag eine Strophe aus der Hymne von Ottokar Kernstock zitiert, der auch der Verfasser des Hakenkreuzliedes war….

Dann sollten Sie jetzt wirklich etwas dazu sagen.

Nach dem Bekanntwerden von Hofer´s Wahlplakaten haben evangelische Amtsträger sofort vehement dagegen Stellung genommen.

Meines Wissens hat sich aber außer dem Bischofsvikar Mag. Hermann Glettler noch kein einziger katholischer Bischof in Österreich zu diesen Vorgängen geäußert.

Ich glaube, es wäre jetzt wirklich HÖCHSTE ZEIT dafür!!!!

Pace e bene!

Fery Berger

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9 Antworten zu „So wahr uns Gott helfe!“ Weizer Pfingstvision schreibt an den Herrn Kardinal.

  1. Josef schreibt:

    Ich glaube die Bischöfe – aller Konfessionen – sind besser beraten sich da gar nicht zu äußern …
    weil man sich nicht als Wahlkampf-pferd einspannen lassen soll …

    und weil das alles im größeren Zusammenhang nicht so wichtig ist und nur dadurch wichtiger wird dass sich so viele mit dem „Plakattexten“ beschäftigen ….

  2. Pingback: „So wahr uns Gott helfe!“ Weizer Pfingstvision schreibt an den Herrn Kardinal. « Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

  3. Dr. wolfram frank schreibt:

    Ich bin auch der Meinung , dass die Kirche sich aus der Diskussion politischer Detailfragen ( wie Obergrenzen ) heraushalten soll. Es ist die alleinige Verantwortung und Freiheit eines Christen ,die Partei zuwählen ,die ihm zusagt. Die religlöse Eidesformel auf einem Plakat zu verwenden, ist zwar ungewöhnli ch aber legltim. Da gläubige Christen politisch unterschiedlicher Meinu ng sein können , ist für die Kirchen größte Zurückhaltung geboten . Die evangelische Kirche, gerade auch in Deutschland , respektiert das leider weniger als die katholische.

  4. Dr. wolfram frank schreibt:

    Völlig einverstanden : Da gläubige Christen politisch unterschiedlicher Meinung sein können , ist den Kirchen größte Zurückhaltung anzuraten. Die evangelische Kirche respektiert das leider weniger , gerade auch in Deutschland, als die katholische. Die beiden Kirchen leisten hervorragendes in der karitativen Arbeit der Flüchtlingsbetreuung und so soll es auch bleiben

  5. Johanna Spöth schreibt:

    Nur ja nichts wagen – immer schön angepasst und „tolerant“ bleiben, vor allem da, wo man wirklich „laut“ werden sollte – halte ich für FEIGHEIT. Da lobe ich mir unsere evangelischen Brüder, Frau Merkel – die zu Ihrer Politik steht – (obwohl es sie zeitweise Wählersympathien gekostet hat) und die Weizer Pfingstvision! Warum darf die Kirche nicht mehr sagen, was rechtens ist, die Politik betrifft uns schließlich alle und die andere Seite ist ja nicht zimperlich!
    Ich wünsche mir mehr MUT – auch bei den Bischöfen!

    • Josef schreibt:

      zwischen einem „nur nichts wagen“ und einem „zu jeden Furz eine Lehrmeinung kundzutun“ sollte schon abgewogen werden. Die Wahlk(r)ampf-Sager halten nicht lange an und sind bald vergessen. Wenn sich die Kirche von Parteien und Firmen in die Themen hineinjagen läßt ist das nicht gut.
      Das „geformte Gewissen“ und ein „gepflegtes Wissen“ der Christen muss ausreichen die Dinge richtig zu bewerten und passend zu agieren.

  6. Johanna Spöth schreibt:

    Lieber Josef, danke für die Lektion in „Anpassung“ – nur „bekehren“ kannst Du mich nicht dazu!

    • Josef schreibt:

      Da steht nix von „Anpassung“,
      ich meine passend reagieren so dass man nicht drauf reinfällt.

      Sehr treffend postete da ein User „tschenobill“ im Standard (zur US-Wahl):
      >> „Trumps hat vor allem wegen der Quotengeilheit und Gier der Medien gewonnen:
      Je dümmer, provokanter, abstoßender seine Aussagen waren, desto mehr wurde in den Medien darüber berichtet.
      In Österreich hat das Haider verstanden, Strache kopiert und die selben Journalisten, die jeden Rülpser tausendfach kommentieren bereiten solchen Populisten den Weg.
      Die Redaktionen aller Medien haben unter dem Deckmantel des „kritischen Journalismus“ lediglich ein Ziel vor Augen: Quote, Reichweite und Auflage.
      Auch die sogenannten „Gutmenschen“ tappen die die gleiche Falle. Indem sie jede rüpelhafte Aussage dieser Populisten aufgeregt verurteilen, vervielfachen sie deren Reichweite. „<<

      Also nicht die Stimmung aufheizen, sondern vielmehr richtig wählen/abstimmen und im nächsten Umfeld die Schlagzeilen dieser "Thesenritter" ins richtige Licht rücken-

      Aber wenn Sie unbedingt kämpfen wollen dann "Leserbriefe" (u. Kommentare) schreiben, aber nicht der Erzbischof, sondern Sie und ich und diese immer vor sich dahinschlafende Katholische Aktion (dieser Nachtwächterverein!)

  7. Johanna Spöth schreibt:

    Lieber Josef – alles gut – ich muss nicht unbedingt kämpfen, schon gar nicht in Österreich, obwohl mir meine Heimat noch immer sehr am Herzen liegt und ich auch wählen gehe, aber ich lebe mittlerweile fast 50 Jahre in Bayern, da haben wir genug mit unserem „Seehofer“ zu tun.
    Liebe Grüße und nichts für ungut – J. Spöth

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