Besinnt sich Europa? Fragen an Chefredakteur Rudolf Mitlöhner von DIE FURCHE

„Die christlichen Kirchen – und insbesondere die katholische Kirche als größte Denomination – werden sich fragen müssen, wo und wofür sie stehen. Sie – und jeder einzelne Gläubige in ihnen – werden wieder verstärkt zum Leuchten bringen müssen, worum es ihnen zu tun ist: ihren Glauben, ihre Riten, ihre Tradition, ihre Werte. Sie werden sich aber auch selbstkritisch fragen müssen, ob sie nicht aus falsch verstandener Nächstenliebe oder aus Naivität oder aus dem Bedürfnis, einmal auf der ‚richtigen Seite“’zu stehen, dem Vorschub geleistet haben, was als ‚Willkommenskultur‘ für jene Verwerfungen mitverantwortlich war, mit denen wir jetzt konfrontiert sind.“

Es verwundert, dass eine solche Aufforderung zur Selbstbefragung der Kirchen just in DIE FURCHE zu lesen ist (Besinnt sich Europa? Vom 28.7.2016). Geschrieben und unterzeichnet vom Chefredakteur Rudolf Mitlöhner. Ich möchte ihm Gegenfragen stellen.

Meinen Sie nicht, dass die beklagten Verwerfungen der Flüchtlingskrise (die Sie geflissentlich nicht nennen) vom Krieg in Afghanistan, Syrien, vom ausbleibenden Waffenstillstand, der fortwährenden Waffenlieferung, dem Fehlen eines Marshall-Plans für den Wiederaufbau nach dem Krieg noch immer laufend verursacht werden? Es trifft ja auch nicht zu, wie Politiker populistisch ätzen, dass Menschen deshalb in der Ägäis ertrinken, weil es eine „Willkommenskultur“ gibt. Die Menschen suchen Überleben, Sicherheit, Frieden, Ausbildung für ihre Kinder. Die meisten würden liebend gern daheim leben, dort, von wo der Wahnsinn des Krieges sie vertrieben hat. Eine Syrerin sagte mir dieser Tage: Ich habe so sehr Sehnsucht nach meinen Aprikosenbäumen in Aleppo.

Was, geschätzter Herr Chefredakteur, ist daran naiv, dass Christen, Orden, Pfarrgemeinden zusammen mit dem Roten Kreuz, dem Hilfswerk, der Diakonie, der Caritas Nächstenliebe praktizieren? Macht es Ihnen gar nicht zu schaffen, dass jene, die sich engagieren, sich oft schon für ihr Tun verteidigen müssen? Und nun auch vor ihnen, weil Sie sie als naiv diskreditieren? Man kann allerdings die Nächstenliebe journalistisch derart verkomplizieren, dass sie nicht mehr geübt werden muss. In der Tat, Personen, die gegen die Schutzsuchenden Abwehr und Ärger verspüren, meinen zu 67%, man könne ein guter Christ sein, ohne sich für die Flüchtlinge zu engagieren. Kann man das wirklich, Herr Mitlöhner, Chefredakteur der von Friedrich Funder und Friedrich Herr inspirierten FURCHE? Oder erleidet die FURCHE jenen programmatischen Verlust, dem inzwischen große Teile der ÖVP und der Sozialistischen Partei aus Angst vor dem Machtverlust zum Opfer gefallen sind, was zur fatalen Implosion der politischen Mitte im Land geführt hat und das tragische und folgenschwere Ende der Regierung durch eine breite politische Mitte nur beschleunigt hat?

Und dann das ständige Ironisieren der Willkommenskultur. Allein dass sie unter Anführungszeichen gesetzt wird, stört mich. Es ist auch ein Angriff auf die unumgängliche Integrationspolitik. Das Land hat 2015 erfreulicher Weise 90000 Flüchtlinge aufgenommen, jetzt gibt es noch einmal die Bereitschaft, fast weitere 40000 aufzunehmen. Diese gilt es, falls sie als Kriegsflüchtlinge Asyl zugesprochen bekommen (sind es unter den syrischen Kriegsflüchtlingen nicht 70%?), was ihnen rechtlich verbrieft ist, in das gesellschaftliche Leben zu integrieren. Dann können und werden auch sie ihren Beitrag kulturell und ökonomisch für das Land leisten können. Solche Integration gelingt nur, wenn ein Land und seine Bevölkerung aufnahmebereit sind, auf dem Wohnungsmarkt, auf dem Arbeitsmarkt, in Begegnungen und Festen, in den Kirchengemeinden, in den Moscheevereinen. Was ist Aufnahmebereitschaft anderes als die Bereitschaft, einen fremden Menschen willkommen zu heißen? Wie kann man integrieren wollen und zugleich die Bereitschaft willkommen zu heißen als naiv belächeln, madig zu machen und damit die Bereitschaft in der Bevölkerung zu unterwandern?

Natürlich ist Integration kein Kinderspiel. Deutsch zu lernen ist für die Schutzsuchenden zumeist ebenso schwierig wie für uns Arabisch, Farsi oder Paschtun. Die Flüchtlinge decken zudem die längst vorhandenen Engpässe auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt auf und verursachen diese nicht. Könnte es sein, dass die Politik manchmal für die Flüchtlingsdebatte dankbar ist, weil man dadurch über die eigentlichen sozialpolitischen Probleme nicht reden muss? Über bezahlbaren Wohnraum und eine Arbeit, von der man auch leben kann? Was, Herr Chefredakteur, ist Ihre Alternative zur Willkommenskultur, also zur Kultur der Integration?

Ich kann Angela Merkel viel abgewinnen. Sie ist keine Wendekanzlerin. Sie steht zu ihrer Politik und betont, dass – wenn man wirklich will – die historische Herausforderung gemeistert werden kann. Sie wird deshalb die nächste Wahl in Deutschland auch gewinnen. Eine Politik aber, die behauptet, diese historische Herausforderung mit Klugheit natürlich (!) auf dem Boden des Rechts und der darin geschützten Humanität nicht zu schaffen, sollte umgehend abgewählt werden. Es ist naiv, den Menschen im Land vorzugaukeln, es gebe eine gerechte und friedliche Zukunft der Welt, wenn wir uns als Oase des Reichtums in einer Wüste der Armut abschotten.

Willkommenskultur ist daher nichts anderes als politisch ausformulierte Nächstenliebe. Ich weiß schon: Auf diesem Weg braucht es zumutbare kleine Schritte. Aber das Ziel muss stimmen. Täusche ich mich, Herr Chefredakteur, dass wir in dieser Frage anderer Meinung sind? Sie wollten wissen, wo und wofür ich als Mitglied meiner Kirche stehe. Zurecht. Aber könnte es sein, dass die Kirche eben gar nicht anders kann, weder aus Naivität, noch aus Opportunismus, noch um auf der „richtigen Seite“ zu stehen, als zunächst zu sagen: Wenn es nur einen Gott gibt, ist jeder und jede einer und eine von uns. Auch der dreijährige Aylan Kurdi, der tot an die Küste der Türkei zurückgeschwemmt worden war und mittlerweile viele tausend andere, für uns Namenlose. Und das nicht deshalb, weil Angela Merkel gesagt haben soll (was ich nie von ihr gehört habe): „Kommt, kommt, kommt“. Sondern er ist ertrunken, weil er zu überleben suchte, was er daheim in Syrien aber nicht mehr konnte und weil ihm Europa keinen legalen Zuweg eröffnet hat. Warum beklagen Sie sich über die Nächstenliebe der Engagierten, zu denen Sie ja als Christ sicher auch gehören, und mahnen nicht ein, dass es wie unser Außenminister fordert, Programme eines gefahrlosen Resettlements gibt? Sollten Sie nicht das Desengagement der Politik beklagen denn das Engagement so vieler engagierter Christen, aber auch Nichtchristen – vor allem so vieler junger Menschen?

Befremdlich finde ich als Christ und Theologe Ihre Halbierung des Christentums auf Spiritualität (Glauben, Riten, Tradition) und vor allem auf blass-liebliche Werte, deren Inhalt Sie geflissentlich verschweigen, weil Sie dann die Nächstenliebe politisch operationalisieren müssten. Sie reißen, wovor Jesus ständig warnte, Gottes- und Nächstenliebe auseinander. Mystik gibt es nicht ohne Politik. Man kann sich an den Fremden und Obdachlosen vorbei nicht ins Heil retten, sagt Jesus unmissverständlich (Mt 25,40). Hier liegt das Hauptproblem Ihrer unerträglichen Schelte der engagierten Kirchen. Sie halbieren die Liebe und lassen sie so hinter sich. Denn solche halbierte Liebe regrediert zur Koalition mit den eigenen Leuten, wird zum Sippenegoismus, ist ein Freibrief für den ohnedies schon bedrohlich aufkeimenden Nationalismus, der Europa in verheerende Weltkriege riss: und all das (auch) im Namen des Christentums. Aber bringt solches Reden nicht Gott mehr in Misskredit denn in Kredit, Herr Chefredakteur?

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15 Antworten zu Besinnt sich Europa? Fragen an Chefredakteur Rudolf Mitlöhner von DIE FURCHE

  1. Vielen herzlichen Dank für diese klaren Worte! Ich teile sie voll und ganz. Weiter so, Herr Kollege!

  2. Ursula Struppe schreibt:

    Danke!

  3. antoniaferetti schreibt:

    Lieber Herr Professor Zulehner
    Verwechseln Sie nicht Nächstenliebe mit Naivität? Sind tatsächlich alle, die zu uns wollen tatsächlich hilfsbedürftig im eigentlichen Sinn? Oder ist schon hilfsbedürftig wer ein scheinbar bequemeres Leben im Westen den Anstrengungen, sein Heimatland voranzubringen, vorzieht? Ist der kleine Aylan nicht deswegen ertrunken, weil sein Vater (der dem Vernehmen nach mittlerweile in Kanada lebt) verantwortungslos gehandelt hat? Gehört zur Hilfe für Kriegsflüchtlinge tatsächlich, ihnen hier Moscheen zu errichten? Dürfen wir von Zuwanderern wirklich nicht verlangen, hier bei uns unsere Regeln einzuhalten? Müssen wir im Namen Jesu Christi die massenhafte Einwanderung von jungen Männern, die uns und unsere Lebensweise verachten (nachzulesen im Koran!) nicht nur dulden sondern auch fördern? Ist DAS christliche Nächstenliebe? Oder nicht vielleicht doch nur Dummheit? Wenn Christsein kritisches Hinterfragen und dementsprechendes Handeln ausschließt werden sich wohl zunehmend weniger Menschen von dieser Art des Christentums angesprochen fühlen.

  4. Andrea Ederer schreibt:

    Lieber Herr Professor Zulehner, klare Worte, die ich voll unterstütze. Nächstenliebe ist unteilbar. Klare Linien sind wichtig, genau so, wie sie Kanzlerin Angela Merkel konsequent vorgibt. Denn es gibt auch keine wirkliche Alternative. Zugleich muss unser Engagement für die Länder des globalen Südens verstärkt werden. Denn wenn die Alternative verhungern oder im Krieg sterben ist, kann es nicht verwundern, dass die Betroffenen auf Flucht setzen.

    • Antonia Feretti schreibt:

      Wenn in einem Land Krieg und Terror um sich greifen, gibt es für junge, starke und gesunde Männer die Möglichkeiten, im eigenen Land gegen Terror und Unrecht zu kämpfen (Beispiel Kurden), was zweifellos gefährlich ist, oder in ein anderes Land mit möglichst guten Sozialleistungen zu „flüchten“, womit man jede Gefahr für die eigene Person vermeidet und seine Position scheinbar optimiert. Ist so jemand hilfsbedürftig? In den Augen der Daheimgebliebenen, die gegen IS und ähnliches Gesindel, Verzeihung, unter Einsatz ihres Lebens kämpfen, sind diese doch wohl eher Deserteure.
      Schon klar, die Situation ist schwer durchschaubar, aber deswegen jedem, der bei uns sein Glück versucht, alles zu glauben ist, pardon, wirklich kein Zeichen von Klugheit. Man erspart sich Nachdenken, Recherchieren, Hinterfragen, alles recht unbequem, und bezeichnet dies als Nächstenliebe.

  5. Michael Kuhn schreibt:

    Lieber Paul Zulehner,

    Danke für die klaren Worte, vor allem im Hinblick auf die Halbierung der Liebe (und einer Halbierung des Botschaft des Evangeliums). Rudolf Mitlöhner’s Konzentration auf „Glauben, Riten, Tradition und Werte“ bleibt letztlich blutleere Reminiszenz, die stark an das „christliche Abendland als Metapher für eine Kultur, die man erhalten möchte, ohne damit kirchlich oder christlich sein zu wollen“ erinnert, die die AfD von Alexander Gauland vertritt (ich paraphrasiere das Interview mit ihm in Der Zeit). Es bleibt gleichzeitig wenig übrig von dem, was ich immer auch mit der „Furche“ assoziiert habe: ein Christentum, das sowohl differenziert denken und Dinge benennen als auch konkret gesellschaftlich handeln will ind kann(oder, wie Sie’s mit Metz sagen: Mystik und Politik). Genau das bräuchten wir in Europa notwendiger denn je…

  6. Johannnes Labner, KAB-Diözesanvorsitzender, Graz schreibt:

    Prof. Zulehner ist für seine kritischen Anfrage in Richtung Furche-CR zu danken, gleichzeitig sollten wir angesichts der globalen Herausforderungen generell aufpassen, die Forderung nach politischen Lösungen der Probleme gegen den konkreten Beistand für Hilfesuchenden auszuspielen. Beides ist heute bitter notwendig – und hier sollten Christen, um mit Papst Franziskus zu sprechen, „nicht am Sofa sitzen bleiben“ und sich daher meiner Meinung nach deutlicher ins weltweite Geschehen einmischen und Positionen beziehen. …

  7. Johanna Spöth schreibt:

    Sehr geehrter Prof. Zulehner, danke dafür, dass Sie Frau Merkel nicht als „Wendekanzlerin“ bezeichnen -ihre gute Absicht ist nicht naiv sondern klug, menschlich, christlich – auch wenn es im Moment emotional etwas schwer fällt, mit den neuesten Ereignissen fertig zu werden.

  8. Willi Brunner schreibt:

    Klare Worte, unmissverständliche Fragen – wie sie dankenswerter Weise Prof. Paul Zulehner stellt – sind der Ausgangspunkt einer ehrlichen Diskussion, die wir in der Kirche führen müssen. Als Hauptberuflicher in der Kirche am Land erlebe ich diese Diskussionen hoch emotional, meistens aber wenig konstruktiv.
    Merkel als Politikerin und Zulehner als Theologe untermauern ihr Standing mit stichhaltigen Argumenten. Die Frage, ob christliches Engagement für Geflüchtete und deren Integration nicht nur „naiv“ sei, sondern sogar fahrlässig sein könnte, müssen wir uns trotzdem von unseren Schwestern und Brüdern gefallen lassen. Natürlich muss man auch vor einer fahrlässigen Politik der hochgefahrenen Zäune, der selektiven Ausgrenzung, der bewussten Abschottung usw. warnen….
    Jene, die sich wegen der Geflüchteten „vom Sofa erheben“ und genauso jene, die vom Sofa einige Almosen für diese herabfallen lassen, sollen und dürfen ihre christliche Identität verteidigen. Wenn jede Christin und jeder Christ ihre/seine konkrete Nächstenliebe hinterfragt bzw. hinterfragen lässt, sind wir auf einen guten Weg, innerhalb einer Kirche (seit eh und je) der pluralen Moralvorstellungen …

  9. Peter Bürger schreibt:

    Es ist schlimm bestellt um weite Teile des bürgerlichen, sich liberal wähnenden Katholizismus im deutschsprachigen Raum – ohne Scham (jedoch blauäugig) wird die eigene Besitz- und Wohlfühlwelt als christliche Vision ausgegeben. Dieser Beitrag hingegen, entschieden an der Seite Jesu und weltkirchlich ausgerichtet, tröstet! DANKE FÜR DEN DRINGEND NOTWENDIGEN EINSPRUCH.

  10. Gunter Prüller-Jagenteufel schreibt:

    Lieber Paul!
    Auch ich danke Dir – wie viele andere auch – für Dein unbestechliches Gewissen und die Klarheit Deiner Position. Und ich bin froh, dass die Furche Deine Anfragen auch tatsächlich gedruckt hat.

  11. albert kolm schreibt:

    sehr geehrter herr professor zulehner,

    schade, dass sie am ausgangspunkt der frage des herrn mitlöhner bewußt vorbeisehen und auf seine argumente nicht eingehen wollen. sie greifen eine frage aus dem leitartikel isoliert auf, stellen ihr programmatisch formulierte vision dagegen und führen sie gemäß diesem ad absurdum. die frage, wofür wir säkularisierte christen als kirche nach dem verlust des volkes gottes heute stehen trifft wohl einen kern der akademisch-theologischen fragestellungen, der sie getroffen haben mag. auf die frage, was nach dem stattfindenden auseinanderbrechen von „oben“ und „unten“ in der kirche kommen wird, harre ich leider noch immer auf eine antwort!

    albert kolm

  12. Alexander Lesigang schreibt:

    Schutz nur denen, die wirklich Schutz benötigen. Darin sind sich wohl alle einig. Schwieriger wird es schon bei der Frage, wer nun in diese Gruppe fällt. Und leider gibt auch Paul Zulehner keine Antwort darauf, wie mit jenen umzugehen ist, die sich in den Strom der Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten gemischt haben und die aus Ländern kommen, in denen zwar wirtschaftliche Tristesse herrscht, jedoch keine kriegerische Gewalt.
    Es ist eine berechtigte Kritik an der „Willkommenskultur“ (die ich ebenfalls bewußt unter Anführungszeichen setze) schon den Gedanken an diese Unterscheidung als verwerflich zu brandmarken. Es war der große Fehler von Merkel und anderen, die Grenzen so zu öffnen, daß die staatliche Souverenität zu wissen, wer ins Land einnreist, sehr brüchig wurde.
    Ist es ein Verstoß gegen die Nächstenliebe, wenn eine eindeutige Identitätsfeststellung gefordert wird, um die wirklich Schutzbedürftigen, von Trittbrettfahrern zu unterscheiden?
    Auch vermisse ich bei Paul Zulehner klare Aussagen zu diesen Trittbrettfahrern. Vielmehr ist es ein Ausblenden von jenen Dingen, die nicht sein dürfen.
    Bei Paul Zulehner vermisse ich auch eine Auseinandersetzung mit den aktuellen Entwicklungen im Islam und dessen Verantwortung im Eintreten gegen Gewalt. Wo sind die klare Forderungen, nach aktivem Engagement der Muslime? Nach Wahrnehmung der Verantwortung? Darf man aus Zulehners radikaler Sicht der Nächstenliebe keine derartigen Postulate aufstellen? Wenn dem so ist, dann ist es tatsächlich schwer, keine Naivität anzunehmen.

  13. Margit Neubauer schreibt:

    Es muss mehr Klartext gesprochen werden. Unsere Gesellschaft ist zu einer Neidgesellschaft geworden, in der jede und jeder, der hilft von vornherein als naiv abgestempelt wird.
    Es gibt viele Arten, zu helfen, und HelferInnen haben auch Bildung, vielleicht besonders Herzensbildung. Unterstellungen und Beschimpfungen sind oft ein Mittel, sich selbst als schlauer und besser darzustellen.
    Besonders bedenklich sind Aussagen, die nur den Anschein haben, mehr über die Tatsachen zu wissen ohne mit einem Flüchtling wirklich Kontakt gehabt zu haben. Es fehlt an Empathie! Müsste man das auch schon in der Schule lernen?

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