Friedensmeditation. Von Hannes Kala, Graz.

Faktoren für einen inneren Frieden im Besonderen

„Inneren Frieden“ (Harmonie) besitzt jemand, der das innere Glück, die innere Ruhe, und die innere Zufriedenheit gefunden hat.

Wie lässt sich der Seins-Zustand inneren Glückes und innerer Zufriedenheit verwirklichen? Indem man im Leben die Dinge in Angriff nimmt, die Freude bereiten.

Wenn man an den christlichen Gott der Liebe glaubt, bekommt man durch dieses großherzige Vaterbild Lebensmut. So entspringt mitunter aus der Gottesliebe die tätige Nächstenliebe (Caritas) und richtig verstandene (nicht egoistische) Eigenliebe.

Innere Ruhe

Innerer Friede bedeutet vor allem, in sich zu ruhen und diese Ruhe zu bewahren, egal welche Überraschungen das Leben bereithält; wenn man sich durchwachsenen Stürmen ausgesetzt sieht, sollte man trotzdem positiv denken, improvisieren, und immer das Beste aus der jeweiligen Situation rausholen.

Am wichtigsten ist es, diese innere Ruhe gegenüber unseren Mitmenschen zu praktizieren – dadurch kann man diese bzw. eine Gruppe beruhigen und somit Konflikte entschärfen.

Es gilt gegenüber einem aggressiven Mitmenschen, der uns „Böses“ will, „kühlen Kopf“ zu bewahren. Unsere Aufgabe ist es, diese Person nicht als Bösewicht zu betrachten, sondern als menschliches Individuum, welches möglicherweise unsere Hilfe braucht/sucht.

Meine verstorbene Mutter Christiane hat solch eine Situation mit folgenden Worten trefflich analysiert: „Was kann der Andere dafür, dass er so ist wie er ist?“

Der Weise ärgert sich nicht über diese Person, sondern versucht diese zu verstehen, diese zu beruhigen und dieser zu helfen.

Liebevolle Stärke als Zwilling des inneren Friedens

Für vorbildliches Führungsverhalten hat die österreichische Philosophin Elisabeth Resnicek den Begriff der „liebevollen Stärke“ geprägt.

Zu dieser liebevollen Stärke gehört es Missstände aufzuzeigen, in persönlichen Gesprächen konstruktive Kritik zu üben, Schwache zu beschützen, als „diplomatischer“ Vermittler zweier bzw. mehrerer verfeindeter Parteien zu fungieren, untragbare Zustände nicht hinzunehmen, Diskussionen, die zur Verbesserung der aktuellen Lage beitragen, nicht aus dem Weg zu gehen und mit durchdachten Argumenten zu punkten, bei Fehlverhalten von Mitmenschen Konsequenzen zu ziehen und dieses Fehlverhalten zu korrigieren (dies nicht mit herrschaftlicher Brutalität, sondern viel mehr mit Milde und Barmherzigkeit im Sinne der „Regel des heiligen Benedikt“, der Richtlinie für das Führungsverhalten der Äbte der Kongregationen, die zur Benediktinischen Konföderation gehören).

Hier sei unbedingt auf  die bedeutende Vorbildwirkung des heiligen Bruders Franziskus von Assisi auf Grundlage des Evangeliums von Jesus Christus (dieser ist als Gottes Sohn die personifizierte Liebe Gottes) zu verweisen.

Mag. theol. Hannes Kala, Seniorenbetreuer + Sonnenuhren, hannes.kala@gmx.net

 

 

 

 

 

 

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