Soeben erschienen: Entängstigt euch!

Entängstigt euchHeute ist mein pastoral-politisches Essay erschienen. Es geht um die Herausforderung Europas durch die vielen schutzsuchenden Kinder, Frauen und vor allem Männer. Ihm liegt eine Onlineumfrage zugrunde. An ihr haben sich über 3000 Personen beteiligt.

Den Ausgangpunkt bilden die vielfältigen Gefühle von Ärger, Sorge und Zuversicht. Meine erste Frage: Welche Einstellungen und Haltungen gehen mit der jeweiligen Gefühlslage einher? Es zeigt sich, dass Ärger mit Abwehr, Zuversicht mit Einsatz einhergeht. Die einen helfen, die anderen hetzen.

Dann aber habe ich mir die Frage gestellt, wie in ein und derselben „Realität“ die Menschen zu solch unterschiedlichen Gefühlslagen kommen. Die Studie: Es sind vielfältige Ängste, die dabei eine Rolle spielen. Angst prägt unsere Gesellschaft. Wir sind eine Culture of Fear geworden (Frank Furedi, Dominique Moisi, Heinz Bude). Diese Angst aber entsolidarisiert. Und das in einer Zeit, in der es um des Friedens und Zusammenhalts willen ein hohes Maß an belastbarer Solidarität braucht.

Welche Wege aber gibt es aus der Angst. Eines ist sicher: der moralische Appell hilft nicht. Schon her eine entängstigende Politik, eine breite politische und interreligiöse Bildung, eine Kultur der Begegnung. Vielleicht gelingt es, aus dem Gefühlslager des Ärgers und der Abwehr einige herauszulieben in Richtung rationaler Besorgnis, die zu einer Politik führt, in der Gesinnung und Verantwortung einander befruchten.

Manche meinen, man müsse das christliche Abendland retten. Ich halte dagegen: „Rettet das Christliche im Abendland!“

Sie werden das Buch, wenn Sie einmal anfangen zu lesen, nicht mehr aus der Hand legen.

Ihr Paul M. Zulehner

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