Die Familiensynode braucht viel Tiefgang…

„Wenn Menschen scheitern, müsse die Kirche immer zwei Dinge im Blick behalten: Einerseits die Lehre bzw. die Wahrheit, auf der anderen Seite die Barmherzigkeit für die konkrete Situation eines Menschen.“ So berichtet die Kathpress über ein Interview von Bischof Benno Elbs mit Radio Vatikan.

Wahrheit und Barmherzigkeit werden hier gegenübergestellt. Geht das aber theologisch so einfach? Wird hier nicht gegenübergestellt, was zuinnerst eins ist? Ist denn die tiefste Wahrheit Gottes nicht genau sein Erbarmen, seine Barmherzigkeit?

Ähnlich werden Recht und Erbarmen gegenübergestellt. Aber wohnt das Erbarmen dem göttlichen Recht nicht inne? Ist Gott nicht einer, der gerade in seinem Erbarmen dem Menschen gerecht wird? Ich halte es damit Papst Benedikt XVI. Er erinnerte an das alte Axiom „summum ius summa iniuria“ – das bedeutet frei ausgelegt: „Treib das Recht auf die Spitze, dann kann es leicht in Unrecht kippen!“ Genau das verhindert aber die dem Recht innewohnende Barmherzigkeit.

Die Familiensynode braucht viel gute Theologie. Dann könnten einige Bewegungen passieren:

  • von der Sünde (Kirchen im Westen) zur Wunde (des Todes, Kirchen im Osten);
  • von der Ideologie zu den Hirten;
  • vom Moralisieren zum Heilen;
  • von den Büchern zu den Gesichtern.

Was wäre das für eine Annäherung an Jesus, den wir immer noch als den Heiland preisen! In seiner Nachfolge könnte die Kirche zum Heil-Land (Markus Beranek) werden.

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