Will man säkular werden, sollte man sich in dieser Welt auch auskennen!

Wenn man sich wo nicht auskennt, soll man sich beraten lassen. Aber das Schwierigste ist, sich die richtigen Berater auszusuchen.

Dasselbe passiert nun gerade im Vatikan:

  • McKinsey sind zwar die berühmtesten, aber auch problematischsten weltweit, und bei Beratung über Kommunikationsstrukturen sind sie wirklich nicht besonders, da gibt es viele Bessere. Die Beratung von McK hat die Swissair in den Abgrund geführt, Grohe etc. Ob es ihnen beim Vatikan auch gelingen wird? Vielleicht sollte man den Auftrag auf die Kurie beschränken, dort könnte es ja erwünscht sein!
  • KPMG ist eine der „Big Four“ Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, aber sicher die „Geschmeidigste“, Anständigkeit ist in diesem Business, wo es auch um Governance geht, keine Kategorie. So hat die KPMG fast ein Wirtschaftsprüfungsmonopol bei den heimischen Banken, und da hat sie viel Unschuld verloren. Das Projekt, Prozesse zu optimieren und effizienter zu werden, gehört an eine Unternehmensberatung, nicht an eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die kann das einfach nicht!
  • Ich werde schon höhnisch von Kollegen aus meiner Branche angesprochen, ob denn Papst Franciscus nun schon die Segel streicht.

Helmut F. Karner

Nichts Anderes geschah in der ED Wien, wo die besonders begabten Organisationsreformer  um Kardinal Schönborn für die Strukturreform instinktsicher die falschen Berater aussuchten! Da allerdings – meines Wissens nach – ohne Ausschreibung!

Aus orf.on, 19/12

Vatikan ernennt McKinsey zu Medienberater

Der Vatikan will unter der Regie von Papst Franziskus für mehr Transparenz in der Kommunikation sorgen und wird sich künftig von McKinsey in Medienfragen beraten lassen.

Neben der Firma, die Unternehmensberatung anbietet, soll die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG dem Heiligen Stuhl helfen, Geschäftsprozesse an internationale Standards anzugleichen. Die Gesellschaft soll einen integrierten Plan entwerfen, um die Medien des Vatikans „effizienter und moderner“ zu gestalten. Das Projekt solle der päpstlichen Kommission nützliche Elemente in puncto Medienpolitik liefern, hieß es in einer Presseaussendung des Vatikans. Die Vergabe beider Aufträge sei nach einer Ausschreibung erfolgt.

Über eine effizientere Strukturierung der auf mehrere Einrichtungen verteilten vatikanischen Medienarbeit wurde schon seit längerem nachgedacht. Konkrete Pläne gab es bisher jedoch nicht. Die aus internationalen Fachleuten und vatikanischen Vertretern bestehende Kommission zur Berichterstattung über wirtschaftliche und administrative Angelegenheiten war im Juli von Papst Franziskus eingerichtet worden.

Öffnung für neue Medien

Der Vatikan musste sich in den letzten Jahren den neuen Medien öffnen. Eine eigene Internet-Plattform liefert Informationen über den Vatikan in mehreren Sprachen. Das Portal verfügt gegenwärtig nicht über eine eigene Redaktion, sondern speist sich aus Quellen wie Meldungen der Missionspresse-Agentur „Fides“ und des Nachrichtendienstes VIS (Vatican Information Service).

Im Vatikan ist kürzlich auch Twitter-Fieber ausgebrochen. Der Twitter-Account des Papstes überschritt Ende Oktober die Schwelle von zehn Millionen Followers. 2012 hatte der Vatikan den Journalisten Greg Burke, der für den US-amerikanischen Nachrichtensender „Fox News“ in Rom berichtete, zum Kommunikationsberater im Vatikanischen Staatssekretariat ernannt. Burke, der der als ultrakonservativ geltenden Opus-Dei-Bewegung angehört, betreut die Medienlinie des Vatikans.

religion.ORF.at/APA/KAP,

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2 Antworten zu Will man säkular werden, sollte man sich in dieser Welt auch auskennen!

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